Starke Ölpreise, Produktionsausfälle im Nahen Osten und ein CEO mit deutlich gekürztem Gehalt — ExxonMobil liefert dieser Tage ein uneinheitliches Bild. Kein Wunder, dass die Analystengemeinde gespalten reagiert.
Kursziele klaffen weit auseinander
Am 9. April haben gleich mehrere Banken ihre Kursziele für ExxonMobil aktualisiert — und die Spannbreite ist bemerkenswert. Piper Sandler senkte das Ziel leicht von 186 auf 182 US-Dollar, behielt aber die Einstufung „Overweight“ bei. JPMorgan ging in die entgegengesetzte Richtung und hob das Ziel deutlich von 140 auf 170 Dollar an — ebenfalls mit „Overweight“. Jefferies und Wells Fargo sind noch optimistischer und sehen das Papier bei 184 beziehungsweise 185 Dollar. Etwas vorsichtiger zeigte sich Wolfe Research: Analyst Doug Leggate senkte sein Ziel am 8. April von 158 auf 153 Dollar, hält aber an „Outperform“ fest. Der Konsens aus 28 Brokerhäusern liegt aktuell bei rund 157,85 Dollar — Einstufung: „Moderate Buy“.
Gegenläufige Kräfte im operativen Geschäft
Der Grund für die unterschiedlichen Einschätzungen liegt in der gemischten Ausgangslage für das erste Quartal. Einerseits könnten höhere Öl- und Gaspreise — angetrieben durch geopolitische Unsicherheiten — den Upstream-Gewinn um bis zu 2,9 Milliarden Dollar steigen lassen. Andererseits fiel die globale Ölproduktion gegenüber dem vierten Quartal 2025 um sechs Prozent, vor allem wegen Störungen bei Upstream-Anlagen in Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Zusätzlich meldete das Unternehmen einen Rückgang des Raffinerie-Durchsatzes um zwei Prozent, weil weniger Rohöl verfügbar war.
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Einen Lichtblick liefert das Permian Basin: Dort erreichte ExxonMobil im Schlussquartal 2025 eine Rekordproduktion von 1,8 Millionen Barrel pro Tag.
CEO-Gehalt und institutionelle Bewegungen
Auf der Governance-Seite fiel auf, dass CEO Darren Woods für das Geschäftsjahr 2025 eine Gehaltskürzung von 25 Prozent hinnehmen musste. Das Unternehmen steuert unterdessen auf seinen „2030 Plan“ zu, der kumulative Kosteneinsparungen von 20 Milliarden Dollar gegenüber 2019 anpeilt. Institutionell gab es ebenfalls Bewegung: Aaron Wealth Advisors LLC stockte seine Position im jüngsten Quartal um 21,6 Prozent auf, während Northern Trust Corp mit einem Anteil von rund 4,96 Milliarden Dollar einer der größten Anteilseigner bleibt.
Die Aktie notiert aktuell rund zwölf Prozent unter ihrem Allzeithoch vom März und testet gerade den 50-Tage-Durchschnitt. Technisch gilt die Marke von 153 Dollar als wichtige Unterstützung — ein Niveau, das mehrere Analysten ebenfalls als Orientierungspunkt nennen.
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