Exxon Mobil gerät zwischen die Fronten. Nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump zur Zukunft Venezuelas hat sich CEO Darren Woods skeptisch über Investitionen in dem Land geäußert. Trump reagierte mit scharfer Kritik und drohte dem Ölriesen indirekt mit einem Ausschluss vom venezolanischen Markt. Während die Aktie in der Vorbörse leicht zulegte, stehen strategische Risiken im Raum.
CEO nennt Venezuela „uninvestierbar“
Der Konflikt entzündete sich bei einem Treffen im Weißen Haus am vergangenen Freitag. Exxon-Chef Darren Woods erklärte Präsident Trump gegenüber, Venezuela sei unter dem derzeitigen Rechtsrahmen „uninvestierbar“. Das Unternehmen benötige umfassende Reformen und verlässliche Sicherheitsgarantien, bevor es Kapital bereitstellt. Woods verwies auf die Enteignung von Exxon-Vermögenswerten vor fast 20 Jahren.
Trumps Reaktion folgte am Sonntag und fiel deutlich aus. Er zeigte sich unzufrieden mit Exxons Haltung, warf dem Konzern vor, „zu clever“ zu spielen, und deutete an, Exxon möglicherweise vom venezolanischen Geschäft auszuschließen. Stattdessen favorisierte er Konkurrenten wie Chevron, die sofortige Produktionssteigerungen signalisiert haben.
Strategische Vorsicht gegen politischen Druck
Exxons zögerliche Haltung spiegelt eine strikte Kapitaldisziplin wider, die risikoscheue Aktionäre schätzen dürften. Das Unternehmen verlangt eine reformierte Gesetzgebung für den Rohstoffsektor, bevor es sich erneut engagiert. Historisch begründet sich diese Vorsicht in hohen Verlusten: Venezuela schuldet Exxon und ConocoPhillips gemeinsam über 13 Milliarden Dollar für vergangene Enteignungen.
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Die politische Reibung birgt jedoch das Risiko, vom Zugang zu den größten bekannten Ölreserven der Welt ausgeschlossen zu werden. Die US-Regierung strebt Investitionen von 100 Milliarden Dollar an, um die Region zu stabilisieren. Während Chevron plant, die Produktion binnen 18 bis 24 Monaten um 50% zu steigern, könnte Exxon Marktanteile verlieren.
Analysten sehen fundamentalen Wert
Trotz der geopolitischen Spannungen erhält die Aktie fundamentale Unterstützung. Die Investmentbank UBS bekräftigte diese Woche ihre „Buy“-Einstufung für Exxon Mobil mit einem Kursziel von 145 Dollar. Die Analysten sehen das Raffineriegeschäft als unterbewertet an, das die Cashflow-Erzeugung ankurbeln soll.
Zudem diversifiziert Exxon sein Portfolio international weiter. Ende letzter Woche unterzeichnete das Unternehmen eine Absichtserklärung für Explorationsarbeiten mit der türkischen staatlichen Ölgesellschaft. Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich nun auf den regulären Börsenstart und die anstehenden Quartalszahlen Ende Januar, die den Fokus wieder auf operative Kennzahlen lenken werden.
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