Exxon Mobil hat Ende der Woche angekündigt, Teile seines Portfolios im Eagle Ford zu veräußern und zugleich strategisch in Großprojekte und Anlagenumbauten zu investieren. Diese Kombination aus Verkäufen und Investitionen wird in der Branche als Maßnahme zur Fokussierung der Bilanz gewertet. Bedeutet das einen gezielten Kurswechsel in der Strategie – oder eher Routineoptimierung?
Die Hintergründe
Exxons Tochter XTO Energy hat den Verkaufsprozess für ein Assetpaket im Eagle Ford gestartet. Berichten zufolge handelt es sich um Anlagen im Wert von mehr als 1 Milliarde US‑Dollar auf rund 168.000 Netto-Acre mit über tausend Bohrungen, darunter sowohl operative als auch nicht-operative Beteiligungen. Ein Sprecher bezeichnete die Vermarktung als Teil der laufenden Portfolioevaluierung.
Parallel wurden am Wochenende mehrere größere Projekte thematisiert: Die Umrüstung der Raffinerie in Baytown (Texas) zur höheren Produktion von Diesel und hochwertigen Basisölen, geplant bis 2028, soll Exxon als einzigen Anbieter mit dem kompletten Spektrum an Group‑I‑ bis Group‑V‑Base‑Stocks positionieren. Zudem wurde Exxons 20‑prozentige Minderheitsbeteiligung am geplanten 20‑Milliarden‑Dollar‑Projekt Bonga South West in Nigeria (unter Shell‑Betrieb) sowie eine ausgebaute Partnerschaft mit Comarch für Loyalty‑Programme in Europa genannt.
Diese Schritte passen in einen übergeordneten Branchentrend: Energieunternehmen entledigen sich nicht‑strategischer Vermögenswerte, um Kapital auf ihre produktivsten Gebiete zu konzentrieren und Effizienzgewinne zu realisieren. Gleichzeitig adressiert die Baytown‑Investition eine Projektion für langfristig robuste Diesel‑Nachfrage.
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Kurslage & Ausblick
Der Schlusskurs am Freitag lag bei 114,74 €, damit notiert die Aktie rund 11,9 % unter dem 52‑Wochen‑Hoch. Die nächste Zäsur für die Informationslage sind die Quartalszahlen: Exxon Mobil veröffentlicht die Ergebnisse für Q4 2025 vor Handelsbeginn am Freitag, 30. Januar 2026. Konsensschätzungen erwarten ein Ergebnis je Aktie von etwa 1,63–1,65 US‑Dollar bei einem Umsatz von rund 78 Milliarden US‑Dollar.
Wenn das Management in der Bilanzkonferenz konkrete Pläne zu weiteren Assetverkäufen, Mittelverwendung oder Zeitplänen für Baytown und Bonga nennt, dürften Anleger und Märkte das als Signal für eine klarere Kapitalallokation werten. Bleiben die Aussagen vage oder fallen die Zahlen wie von der Branche antizipiert geringer aus, könnte das den kurzfristigen Druck auf die Aktie erhöhen.
Kurzfristig liefert der Earnings‑Call am 30. Januar somit die wichtigste Orientierung: klare Angaben zu weiteren Portfolio‑Bereinigungen, zu Investitionsplänen in Baytown und zu erwarteten Beiträgen aus Bonga wären die zentralen Info‑Punkte für die Bewertung der strategischen Ausrichtung.
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