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Exxon Mobil Aktie: Helium-Trumpf enthüllt!

Exxon Mobil profitiert von einem Angebotsschock bei Helium, während der Ölpreisverfall und Belastungen im Downstream-Geschäft das Quartalsergebnis belasten. Die Aktionärsrendite bleibt stabil.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Heliumpreise verdoppeln sich durch Nahost-Konflikt
  • Quartalsgewinn durch Downstream-Belastungen gedrückt
  • Aktienkurs fällt nach Ölpreiseinbruch deutlich
  • Dividendenpolitik und Aktienrückkäufe bleiben unverändert

Während der Ölpreisverfall Exxon Mobil unter Druck setzt, schlummert in Wyoming ein stilles Milliardengeschäft. Das LaBarge-Werk liefert 20 Prozent der weltweiten Heliumversorgung — und profitiert gerade massiv von einem Angebotsschock, den der Nahost-Konflikt ausgelöst hat.

Ölpreis bricht ein, Aktie folgt

Der iranische Außenminister erklärte die Straße von Hormus für alle Handelsschiffe offen. Die Hoffnung auf ein Ende des Konflikts ließ den WTI-Rohölpreis um 13 Prozent einbrechen. Brent fiel um knapp 12 Prozent.

Exxon-Aktionäre reagierten prompt. Der Kurs gab um 5,3 Prozent nach und notiert aktuell bei 121,84 Euro — rund 18,5 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom März. Bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von mehr als 22 und einem erwarteten Gewinnwachstum von nur 11 Prozent wirkt die Bewertung plötzlich eng.

Q1 2026: Gegenläufige Kräfte

Am 1. Mai legt Exxon seine Quartalszahlen vor. Das Bild ist widersprüchlich.

Auf der Upstreamseite könnten die hohen Ölpreise im ersten Quartal den Gewinn um bis zu 2,9 Milliarden Dollar steigern. Allerdings brachen die Produktionsmengen in den Emiraten und Katar ein — Exxon erwartet dort einen Rückgang von 6 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Diese Anlagen standen 2025 für rund 20 Prozent der globalen Produktion.

Das Downstream-Geschäft belastet stärker. Negative Bewertungseffekte bei Derivaten und Schifffahrt könnten den Gewinn um 3,3 bis 5,3 Milliarden Dollar drücken. Hinzu kommt eine Einmalabschreibung von 600 bis 800 Millionen Dollar durch kriegsbedingte Lieferstörungen.

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Wyoming als stiller Gewinner

Irans Angriff auf Katars LNG-Anlage hat ein Drittel der globalen Heliumversorgung vom Markt genommen. Das treibt die Spotpreise auf 1.000 bis 1.200 Dollar je tausend Kubikfuß — mehr als doppelt so hoch wie unter älteren Langfristverträgen.

Die Folge: Exxons Shute-Creek-Anlage in Wyoming verdient deutlich mehr. UBS schätzt, dass jeder Preisanstieg von 100 Dollar den Exxon-EBITDA um 119 Millionen Dollar erhöht. Helium ist kein Hauptgeschäft — aber jeder zusätzliche Dollar landet fast vollständig im Ergebnis, ohne nennenswerte Mehrkosten.

Aktionärsrendite bleibt stabil

Inmitten der Turbulenzen hält Exxon an seiner Dividendenpolitik fest. Der Konzern bestätigte seine 43-jährige Serie an Dividendenerhöhungen. Das laufende Aktienrückkaufprogramm über 20 Milliarden Dollar läuft bis Ende 2026.

RBC Capital erhöhte das Kursziel auf 180 Dollar, behält aber das neutrale Rating „Sector Perform“. Analyst Biraj Borkhataria erwartet, dass der Markt die Q1-Belastungen weitgehend ignoriert — sofern die Rohstoffpreise auf dem aktuellen Niveau bleiben, dürften Q2 und Q3 deutlich besser ausfallen.

Am 1. Mai wird CEO Darren Woods erklären müssen, wie Exxon die gegenläufigen Kräfte im ersten Quartal tatsächlich verarbeitet hat — und ob der Helium-Vorteil groß genug ist, um die Downstream-Belastungen zumindest teilweise zu kompensieren.

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