Ein neuer Vertriebschef kurz vor den Jahreszahlen — das ist kein Zufall. Evotec hat Dr. Ashiq H. Khan zum Chief Commercial Officer berufen und schickt damit einen erfahrenen Dealmaker in die wohl wichtigste Rolle des laufenden Umbaus.
Khan bringt über 15 Jahre Erfahrung in Biotech, CRO und KI-gestützten Plattformgeschäften mit. In seiner Karriere hat er Verträge im Gesamtvolumen von mehr als 7 Milliarden US-Dollar abgeschlossen — zuletzt als Chief Business Officer beim KI-Unternehmen Iktos, davor bei Proteros und Schrödinger. CEO Christian Wojczewski hatte bereits angekündigt, die Vertriebsorganisation auszubauen und stärker auf Kundenbedürfnisse auszurichten. Khan ist die bislang prominenteste Personalie in diesem Rahmen.
Transformation unter Druck
Die Neubesetzung fällt in eine angespannte Phase. Das Restrukturierungsprogramm „Horizon“ sieht den Abbau von bis zu 800 Stellen und die Reduktion der weltweiten Standorte auf zehn vor — mit angestrebten Einsparungen von 75 Millionen Euro jährlich bis Ende 2027.
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Noch schwerer wiegt die Prognose für 2026: Das Management erwartet ein bereinigtes EBITDA von lediglich 0 bis 40 Millionen Euro. Analysten hatten im Vorfeld mit über 80 Millionen Euro gerechnet. Diese Lücke hat die Aktie bereits auf ein neues Jahrestief gedrückt. Seit Jahresbeginn summieren sich die Verluste auf mehr als 26 Prozent, im Fünfjahresvergleich auf über 86 Prozent.
Jahresbericht am 8. April
Am kommenden Mittwoch präsentiert Evotec die Finanzergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025. Der Webcast wird zeigen, ob Wojczewskis Aussagen über steigende Interessentenzahlen und einen stabilisierten Auftragseingang substanziell untermauert werden können.
Berenberg bleibt trotz allem bei einer Kaufempfehlung, senkte das Kursziel jedoch auf 9,70 Euro. Ob die Zahlen vom 8. April ausreichen, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen, dürfte maßgeblich davon abhängen, wie konkret Evotec die ersten Fortschritte aus dem Transformationsprozess belegen kann.
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