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Symbolbild, KI-generiert

Evotec Aktie: EBITDA-Prognose auf minus 70 bis 105 Millionen

Evotec reduziert seine Umsatzprognose für 2026 auf 570-610 Mio. Euro und erwartet ein negatives EBITDA. Die Aktie verliert seit Jahresbeginn 38 Prozent.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatzprognose deutlich gesenkt
  • Operativer Verlust erwartet
  • Aktie verliert 38 Prozent
  • Aufsichtsratsmitglied tritt zurück

Das Hamburger Wirkstoffforschungs-Unternehmen Evotec hat seine Ziele für das laufende Geschäftsjahr drastisch nach unten korrigiert. Nach der Vorlage der Ergebnisse für das zweite Quartal und das erste Halbjahr am 13. August wurde deutlich, dass die ursprünglichen Erwartungen des Managements nicht mehr zu halten sind. Die Kombination aus einem sinkenden Umsatzvolumen und einem operativen Verlust belastet die Stimmung der Anleger erheblich.

Deutliche Umsatz- und Ergebniseinbußen im ersten Halbjahr

Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Evotec nun nur noch mit Konzernumsätzen in einer Spanne von 570 Millionen bis 610 Millionen Euro. Zuvor war das Unternehmen noch von deutlich höheren Werten zwischen 700 Millionen und 780 Millionen Euro ausgegangen.

Noch gravierender fällt die Korrektur beim operativen Ergebnis aus: Das bereinigte Group EBITDA wird nun zwischen minus 70 Millionen und minus 105 Millionen Euro erwartet. In der ursprünglichen Planung hatte Evotec noch ein positives Ergebnis zwischen 0 und 40 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Die Zahlen für das zweite Quartal unterstreichen diese Entwicklung. In diesem Zeitraum erwirtschaftete Evotec einen Konzernumsatz von 143,5 Millionen Euro. Das bereinigte Group EBITDA lag dabei bei minus 20,8 Millionen Euro.

Betrachtet man das gesamte erste Halbjahr 2026, summiert sich der Umsatz auf 300,1 Millionen Euro, während das bereinigte operative Defizit bereits 42,7 Millionen Euro erreichte. Medienberichten zufolge wurde diese Nachrichtenlage vom Markt als stark belastend für den Aktienkurs eingestuft, da die enttäuschenden Zahlen und die gesenkte Prognose als wesentliche Kurstreiber nach unten wirkten.

Analysten halten trotz Kursverlusten an Einstufung fest

Trotz der massiven Zielsenkung gibt es vereinzelte Stimmen am Markt, die langfristig Potenzial sehen. Die Analysten von RBC Capital Markets bekräftigten in einer Einschätzung vom 12. August ihre Einstufung für die Evotec-Aktie mit „Outperform“. Das Kursziel beließen die Experten bei 10 Euro. Diese Einschätzung erfolgte unmittelbar vor der offiziellen Bestätigung der revidierten Jahresziele durch das Unternehmen.

An der Börse spiegelt sich die schwierige Lage des Konzerns deutlich wider. Seit Jahresbeginn hat der Wert der Aktie bereits 38 % verloren. Zum Handelsschluss am Freitag notierte das Papier bei 3,40 Euro und blieb damit weit hinter seinem 52-Wochen-Hoch zurück, das im November des vergangenen Jahres noch bei 7,75 Euro markiert worden war. Der Titel bewegt sich damit weiterhin in einer Zone, die nahe an den Tiefstständen der letzten zwölf Monate liegt.

Personelle Veränderungen im Aufsichtsrat

Parallel zu den wirtschaftlichen Herausforderungen gab es eine Veränderung in der Kontrollinstanz des Unternehmens. Evotec teilte mit, dass Camilla Macapili Languille mit Wirkung zum 7. August aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden ist. Ein konkreter Grund für das Ausscheiden zum jetzigen Zeitpunkt wurde nicht genannt.

Die kommenden Monate dürften für das Management im Zeichen der Stabilisierung stehen, da die nun bestätigte Prognose für das Gesamtjahr kaum noch Spielraum für weitere Enttäuschungen lässt. Anleger beobachten insbesondere, ob die eingeleiteten Maßnahmen ausreichen, um die operative Cash-Burn-Rate zu begrenzen und das Unternehmen wieder in Richtung der Profitabilität zu führen.

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