Deutsche Bank Research hat gestern das Kursziel für Evonik von 18 auf 22 Euro angehoben und die Halteempfehlung bestätigt. Analystin Virginie Boucher-Ferte passte ihre Schätzungen an die Quartalsergebnisse an. Die Evonik-Aktie schloss gestern bei 21,40 € und damit unter dem neuen Kursziel.
Übernahmeinteresse als Bewertungsfaktor
Die Deutsche Bank verwies bei ihrer Einschätzung darauf, dass das Übernahmeinteresse von BASF die Aktie stütze. Das weitere Potenzial könne allerdings begrenzt sein, solange Evonik formelle Verhandlungen ablehne.
JPMorgan hatte am Mittwoch laut dpa-AFX das Kursziel von 14 auf 15 Euro erhöht. Die Einstufung beließ das Haus auf „Underweight“ und damit bei einer Untergewichtungsempfehlung.
Das erhöhte BASF-Übernahmeangebot von vor gut einer Woche belief sich laut Handelsblatt auf 24 Euro je Aktie. Evonik lehnte die Offerte ab. In einer Ad-hoc-Mitteilung erklärte der Vorstand, auf Grundlage der verfügbaren Informationen nicht in Übernahmeverhandlungen einzutreten. Einen rein informativen, vertraulichen Austausch mit BASF schloss das Unternehmen nicht aus.
Investitionen und operativer Ausblick
Mit seinen Quartalszahlen grenzte Evonik die Jahreserwartung ein: Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll in der oberen Hälfte der Spanne liegen. Diese beträgt für 2026 weiterhin 2,0 bis 2,2 Milliarden Euro. Nach Reuters-Angaben erklärte Finanzvorstand Michael Rauch am Dienstag zudem, Evonik erwarte einen guten Start ins kommende Jahr.
Am Dienstag meldete Evonik außerdem den abgeschlossenen Ausbau seiner Silikone-Plattform in Essen. Das Unternehmen investierte dafür 52 Millionen Euro. Eine neue Produktionsanlage und ein Tanklager wurden fertiggestellt und erhöhen die Kapazität für organomodifizierte Silikone.
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