Seit Jahresanfang kletterte die Evonik-Aktie um 28 Prozent. Am Donnerstag gab der Kurs leicht auf 17,05 Euro nach. Pünktlich zu den anstehenden Quartalszahlen klärt der Spezialchemiekonzern nun eine wichtige Personalie. Michael Rauch übernimmt das Finanzressort.
Erster Prüfstein für den neuen Manager
Er folgt auf Vorstandschef Christian Kullmann. Dieser hatte den Posten übergangsweise geleitet. Kullmann selbst bleibt bis 2030 an der Konzernspitze. Rauch bringt 16 Jahre Erfahrung in der Chemieindustrie mit. Zuvor war er in verschiedenen Funktionen bei Henkel tätig. Seine Expertise soll Evonik widerstandsfähiger gegen Marktschwankungen machen.
Am morgigen Freitag präsentiert Evonik den Bericht für das erste Quartal. Das wird der erste Härtetest für das neue Führungsduo. Die Deutsche Bank rechnet mit einem operativen Gewinn von 461 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang von 18 Prozent zum Vorjahr.
Niedrigere Margen und Wechselkurseffekte belasten das Geschäft. Evonik selbst peilt rund 448 Millionen Euro an. Die Folge: Die Deutsche Bank beließ die Einstufung auf „Hold“, hob aber das Kursziel auf 15 Euro an.
Rückenwind aus Asien
Ein Lichtblick zeigt sich im Methionin-Markt. Versorgungsengpässe in Asien treiben die Preise in China und Europa nach oben. Davon profitiert Evonik spürbar. Barclays hob die Gewinnschätzung für das Gesamtjahr auf 1,89 Milliarden Euro an.
Hinzu kommt die langfristige Planung des Konzerns. Das Unternehmen sichert rund 80 Prozent seines Energiebedarfs über mehrjährige Verträge ab. Das liegt deutlich über dem Branchendurchschnitt.
Parallel dazu greift das laufende Sparprogramm. Evonik streicht weltweit bis zu 2.000 Stellen. Das Management plant jährliche Einsparungen von 400 Millionen Euro.
Das Ziel für das laufende Jahr bleibt unverändert. Der Vorstand erwartet ein bereinigtes EBITDA zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden Euro.
Blick auf die Hauptversammlung
Am 3. Juni treffen sich die Aktionäre zur Hauptversammlung. Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Dividende. Das Management schlägt eine Ausschüttung von 1,00 Euro je Aktie vor. Im Vorjahr flossen noch 1,17 Euro.
Dort plant Rauch seinen ersten großen Auftritt vor den Anteilseignern. Zunächst muss der neue Finanzchef jedoch die Zahlen zum ersten Quartal einordnen. Fallen diese robust aus, stützt das den Aufwärtstrend der Aktie.
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