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Evonik Aktie: Nur reden, nicht verhandeln?

Der Vorstand hält an Evoniks Eigenständigkeit fest und begrenzt den Kontakt zu BASF auf einen vertraulichen Informationsaustausch.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • BASF-Angebot über 24 Euro je Aktie
  • Evonik weist Übernahmegespräche zurück
  • Vertraulicher Informationsaustausch bleibt möglich
  • Quartalsmitteilung für den 3. November angekündigt

Evonik bietet BASF einen vertraulichen Austausch an, lehnt Verhandlungen über das verbesserte Übernahmeangebot aber ab. Diese Unterscheidung prägt die heutige Erklärung des Vorstands: Gespräche sollen rein informativen Charakter haben.

Am Ziel, Evonik als eigenständiges Unternehmen weiterzuentwickeln, hält das Führungsgremium ausdrücklich fest. Für Anleger ist das Gesprächsangebot deshalb nicht mit einer Bereitschaft zu Übernahmeverhandlungen gleichzusetzen.

Informationsaustausch ist keine Verhandlung

Die Erklärung verbindet eine klare Absage mit einem begrenzten Gesprächsangebot. Evonik verweigert damit nicht jeden Kontakt zu BASF. Der Vorstand zieht jedoch eine Grenze zwischen dem Austausch von Informationen und Verhandlungen über die freiwillige öffentliche Offerte.

Diese Abgrenzung ist für die Bewertung der Übernahmesituation entscheidend. Aus der Bereitschaft zu einem vertraulichen Gespräch lässt sich weder eine Zustimmung zum Angebot noch eine Annäherung bei den Übernahmebedingungen ableiten. Die erklärte strategische Richtung bleibt die eigenständige Entwicklung.

Am Markt überwog zunächst die negative Reaktion auf die Absage. Nach Angaben von dpa-AFX fiel die Evonik-Aktie nach der Nachricht vorbörslich. Das begrenzte Gesprächsangebot änderte somit zunächst nichts an der negativen Kursreaktion auf die Ablehnung von Verhandlungen.

Höheres Gebot ändert die Haltung nicht

Reuters hatte am 23. Oktober berichtet, BASF habe das Angebot auf 24 Euro je Aktie erhöht. Die Meldung stützte sich auf zwei mit dem Vorgang vertraute Personen. Zu diesem Zeitpunkt hatten beide Unternehmen das erhöhte Gebot nicht bestätigt.

In der heutigen Erklärung bezieht sich Evonik ausdrücklich auf das verbesserte Angebot. Damit steht nicht nur die Frage nach dem Preis im Mittelpunkt. Der Vorstand stellt ihm seinen eigenständigen Entwicklungskurs gegenüber und lehnt Verhandlungen weiterhin ab.

Als Kontext gehört dazu auch eine mögliche eigene Akquisition: Vor gut einer Woche berichtete das Handelsblatt, Evonik prüfe einen größeren Zukauf in den USA und habe Ashland ins Auge gefasst. Eine Übernahmevereinbarung war damit nicht ausgewiesen. Die Prüfung bleibt somit von einer verbindlichen Transaktion zu unterscheiden.

Quartalsmitteilung als nächster Prüfstein

Für den 3. November ist die Quartalsmitteilung zum dritten Quartal 2026 angekündigt. Sie bietet Anlegern den nächsten konkreten Anlass, die operative Entwicklung neben der Übernahmedebatte zu beurteilen.

Bis dahin ist die Position des Vorstands klar umrissen: Evonik will eigenständig bleiben, verweigert Übernahmeverhandlungen und lässt lediglich einen vertraulichen Informationsaustausch zu. Die heutige Erklärung öffnet damit einen Kommunikationskanal, aber keinen Verhandlungsprozess.

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Diskussion zu Evonik

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.