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Symbolbild, KI-generiert

Evonik Aktie: Neue Sparte für Wasserstoff

Evonik bestätigt den Abbau von 3.200 Stellen und bündelt Wasserstoffaktivitäten. Wachstumsausgaben sollen künftig stärker nach Asien und Amerika fließen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • 3.200 Stellenabbau erneut bestätigt
  • Kündigungen bleiben weiterhin ausgeschlossen
  • Neue Geschäftslinie für Wasserstoffaktivitäten
  • Wachstumsfokus verlagert sich nach Übersee

Evonik zieht die Zügel weiter an. Nach der jährlichen Strategieklausur bekräftigte der Konzern den Abbau von 3.200 Stellen weltweit, davon 2.150 in Deutschland. Anleger reagierten am Dienstag mit Kursgewinnen von rund drei Prozent — der Markt goutiert offenbar, dass hinter der Kostenkur ein klarer Umbauplan steckt.

Betriebsbedingte Kündigungen schließt Evonik weiterhin aus. Stattdessen setzt der Konzern auf natürliche Fluktuation, frühere Ruhestandsübergänge und freiwillige Abfindungslösungen. Die Detailplanung soll bis Ende 2026 stehen, die zweite Umbauphase läuft dann von 2027 bis 2029.

Fokus verschiebt sich Richtung Asien und Amerika

Der Spezialchemiekonzern will mit der schlankeren Kostenbasis Geld für Wachstumsinvestitionen freisetzen. Geprüft werden weitere Engagements in Asien und Amerika, um die Umsatzverteilung zwischen Europa, Asien und Amerika ausgewogener zu gestalten. Parallel dazu sollen alle sechs deutschen Produktionsstandorte ein schärferes Profil erhalten — aus Geschäften ohne Perspektive zieht sich der Konzern konsequent zurück.

Konkret geworden ist das bereits bei Gesundheits- und Biotechnologie-Projekten in Kanada und der Slowakei, in die Evonik einen Betrag in dreistelliger Millionenhöhe investiert. Neu ist zudem die Bündelung von Aktivitäten für Luftfahrt, Automobil und Gasabtrennung — inklusive Biogas und Wasserstoff — in einer eigenen Geschäftslinie namens Designed Polymer Solutions.

Die bereits angekündigten Verkäufe der C4-Chemiesparte Oxeno und der Infrastruktureinheit Syneqt laufen nach Plan weiter. Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete Evonik einen Umsatz von 14,1 Milliarden Euro bei einem bereinigten EBITDA von 1,9 Milliarden Euro, weltweit beschäftigt der Konzern rund 31.000 Menschen.

Der Umbau zeigt, wie stark der Druck auf die europäische Chemieindustrie bleibt — schwache Konjunktur und strukturelle Herausforderungen zwingen auch etablierte Konzerne zu einschneidenden Anpassungen. Bis Ende 2026 will Evonik die Feinheiten der zweiten Umbauphase ausgearbeitet haben, danach entscheidet sich, wie konsequent die neue Wachstumsstrategie in Asien und Amerika tatsächlich umgesetzt wird.

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Diskussion zu Evonik

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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