Goldman Sachs vollzieht eine bemerkenswerte Kehrtwende bei Evonik: Aus einer Verkaufsempfehlung wird ein Kaufvotum. Analystin Georgina Fraser begründet den Strategiewechsel mit ersten Anzeichen einer Wirtschaftsbelebung in der gebeutelten Chemiebranche. Die Reaktion der Anleger ließ nicht lange auf sich warten.
Vorbörslich kletterte die Evonik-Aktie auf der Handelsplattform Tradegate bis auf 15,69 Euro. Damit würde der Titel im regulären Xetra-Handel zurück über die wichtige 200-Tage-Linie steigen – ein technisch bedeutsames Signal. Noch im Januar hatte die Aktie mit 12,49 Euro ein historisches Tief markiert. Seitdem hat sich das Papier um mehr als 25 Prozent erholt.
Goldman sieht Trendwende in der Chemie
Fraser nimmt in ihrer Branchenanalyse eine dezidiert pro-zyklische Haltung ein. Die Stimmung sei zwar noch negativ, doch es gebe erste Anzeichen einer Besserung des Branchenumfelds. Bei insgesamt sieben Chemiewerten änderte die Analystin ihre Einschätzung – in den meisten Fällen nach oben.
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Die deutsche Chemiewirtschaft hatte 2025 einen weiteren schweren Rückschlag erlebt: Der Gesamtumsatz brach um rund drei Prozent ein, die Produktion sank um 2,5 Prozent. Die Kapazitätsauslastung liegt damit nur noch bei etwas mehr als 71 Prozent – fast 20 Prozent unter dem Niveau vor den Corona-Lockdowns 2019.
Symrise profitiert ebenfalls
Neben Evonik hob Goldman Sachs auch Symrise auf „Kaufen“ an. Der Aromen- und Duftstoffhersteller legte heute auf 74 Euro zu. Nach dem Tief bei rund 65 Euro im Dezember nimmt hier die Bodenbildung zunehmend Form an. Weniger Glück hatte der Schweizer Konkurrent Givaudan: Eine Verkaufsempfehlung von Fraser brachte dessen Aktie heute unter Druck.
Die Frage bleibt, ob die verhalten optimistischen Signale ausreichen, um die strukturellen Probleme der deutschen Chemie zu überdecken. Für Evonik dürfte entscheidend sein, ob sich die Nachfrage im laufenden Jahr tatsächlich belebt.
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