Startseite » Chemie » Evonik Aktie: Eigenständigkeit gestärkt?
Symbolbild, KI-generiert

Evonik Aktie: Eigenständigkeit gestärkt?

Das bereinigte EBITDA legte im dritten Quartal um 40 Prozent zu; Evonik erwartet den Jahreswert in der oberen Prognosehälfte.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Bereinigtes EBITDA steigt auf 629 Millionen Euro
  • Umsatz wächst um 13 Prozent
  • Jahresprognose bleibt bei 2,0 bis 2,2 Milliarden Euro
  • Evonik lehnt Übernahmeverhandlungen mit BASF ab

Evonik kann seine zurückhaltende Haltung gegenüber BASF heute mit einer verbesserten Ergebnisentwicklung untermauern. Die Quartalszahlen und der präzisierte Ausblick stärken das operative Argument für Eigenständigkeit. Eine Entscheidung über ein Übernahmeangebot ersetzen sie allerdings nicht: Der Vorstand lehnt Verhandlungen ab, lässt einen rein informativen und vertraulichen Austausch aber ausdrücklich zu.

Ergebnis wächst stärker als Umsatz

Im dritten Quartal 2026 erhöhte Evonik das bereinigte EBITDA gegenüber dem Vorjahresquartal um 40 % auf 629 Mio. €. Damit wuchs das operative Ergebnis deutlich stärker als der Umsatz.

Die Erlöse legten um 13 % auf 3,825 Mrd. € zu. Das Ergebniswachstum geht somit über eine bloße Ausweitung des Geschäftsvolumens hinaus. Welche einzelnen Faktoren den Unterschied erklären, lässt sich daraus allein nicht ableiten.

Für Anleger zählt vor allem, dass Evonik die bessere Entwicklung auch im Jahresausblick berücksichtigt. Damit beschränkt sich die positive Botschaft nicht auf den Rückblick auf ein einzelnes Quartal.

Das bereinigte EBITDA erwartet Evonik für das Gesamtjahr wahrscheinlich in der oberen Hälfte der Spanne von 2,0 bis 2,2 Mrd. €. Die Bandbreite selbst bleibt damit bestehen. Das Unternehmen verschiebt lediglich den erwarteten Schwerpunkt innerhalb dieser Prognose nach oben.

Beide Aussagen bleiben Erwartungen und sind keine bereits erreichten Jahresergebnisse.

Gesprächsbereitschaft ist keine Verhandlungszusage

Am Freitag lehnte der Vorstand Verhandlungen mit BASF über ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot ab. Gleichzeitig erklärte er sich zu einem rein informativen und vertraulichen Austausch bereit. Diese Unterscheidung ist wesentlich: Kontaktbereitschaft bedeutet weder Zustimmung zu einer Transaktion noch den Einstieg in Übernahmeverhandlungen.

Vor gut einer Woche berichtete Reuters über ein auf 24 € je Aktie erhöhtes BASF-Angebot. BASF-Chef Markus Kamieth betonte zugleich, nicht überbezahlen zu wollen. Eine Transaktion komme nur infrage, wenn sie für BASF-Aktionäre wertsteigernd sei.

Damit stehen unterschiedliche Maßstäbe nebeneinander. Evoniks operative Verbesserung stützt die Beurteilung des Unternehmens aus eigener Kraft. BASF bindet eine mögliche Übernahme dagegen an die Wertschaffung für seine Aktionäre.

Für Evonik-Anleger liegt der entscheidende Unterschied deshalb zwischen einer verbesserten Geschäftsperspektive und einer weiterhin offenen Transaktionsperspektive. Die stärkeren Zahlen liefern für Erstere konkrete Argumente, für Letztere noch keine Einigung.

Anzeige

Stand heute, 3. November: Evonik – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in Evonik investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 3. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

Evonik: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu Evonik

Redaktion Kapitalmarktexperten

Unter „Redaktion Kapitalmarktexperten“ erscheinen Beiträge, die mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt werden. Themenauswahl, Quellen und die redaktionellen Regeln verantwortet die Redaktion; verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV ist Dr. Robert Sasse. Hinweise und Korrekturen: kapitalmarktexperten.de/korrekturen/