Seit September 2025 fehlte Evonik ein Finanzvorstand. Jetzt ist die Vakanz beendet — und das Unternehmen hat gleich zwei Personalentscheidungen auf einmal verkündet.
Michael Rauch übernimmt ab 1. Mai 2026 den CFO-Posten. Der 54-Jährige bringt 16 Jahre Erfahrung bei Henkel mit und war zuletzt als Interims-CEO beim Schweizer Unternehmen Selecta tätig. Analystin Helena Xu von Jefferies formuliert die Erwartungen klar: Rauch müsse das Vertrauen der Investoren in die Kapitalallokation des Konzerns festigen.
Kullmann bleibt bis 2030
Parallel dazu verlängerte der Aufsichtsrat den Vertrag von CEO Christian Kullmann vorzeitig bis 2030. Kullmann führt Evonik seit Mai 2017. Aufsichtsratschef Bernd Tönjes lobte seine Stabilität in schwierigen Marktphasen. Auch die Arbeitnehmervertreter stützten die Entscheidung — sie hoben Kullmanns Verlässlichkeit als Verhandlungspartner hervor. Die formale Bestätigung folgt auf der Hauptversammlung am 3. Juni 2026.
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Kurs erholt, aber noch Luft nach oben
Die Aktie schloss am Freitag bei 17,06 Euro — ein leichtes Minus von knapp einem Prozent. Das täuscht über die starke Erholung der vergangenen Wochen hinweg: Seit Jahresbeginn hat der Kurs rund 28 Prozent zugelegt. Jefferies stufte die Aktie Anfang April von „Underperform“ auf „Hold“ hoch und hob das Kursziel auf 15,10 Euro an — liegt damit aber bereits unter dem aktuellen Kurs.
Das zeigt das Dilemma: Die Aktie hat die Analystenerwartungen schlicht überholt. Ob die neuen Führungsentscheidungen das Vertrauen institutioneller Investoren dauerhaft stärken, wird sich an konkreten Zahlen messen lassen.
Am 8. Mai veröffentlicht Evonik den Q1-Bericht. Anleger werden vor allem auf die Nachfrageentwicklung in den Segmenten Spezialadditive und Ernährung & Pflege schauen. Auf der Hauptversammlung am 3. Juni steht neben der CEO-Bestätigung auch die Dividendenpolitik auf der Agenda — nach den angekündigten Anpassungen an der Ausschüttungsstrategie im Februar ein Thema mit Sprengkraft.
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