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Evonik Aktie: 475 Millionen EBITDA schlägt 450er-Prognose

Evonik übertrifft eigene Prognosen beim operativen Ergebnis dank Vorratskäufen und höherer Preise für Tierfuttereiweiß.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Operatives Ergebnis über den Erwartungen
  • Vorratskäufe stützen das Geschäft
  • Stellenabbau im Effizienzprogramm
  • Aktie legt nach Zahlen zu

Evonik trotzt dem schwierigen Marktumfeld. Der Spezialchemiekonzern übertraf im ersten Quartal 2026 seine eigenen Prognosen beim operativen Ergebnis. Vor allem eine anziehende Nachfrage seit März und höhere Preise für Tierfuttereiweiß stützten das Geschäft.

Das bereinigte EBITDA belief sich auf 475 Millionen Euro. Damit schnitt Evonik besser ab als die intern erwarteten 450 Millionen Euro. Der Umsatz sank parallel dazu auf 3,43 Milliarden Euro.

Währungseffekte belasteten die Bilanz massiv. Sie verursachten über die Hälfte des Umsatzrückgangs von neun Prozent. Die Absatzmengen gingen derweil um zwei Prozent zurück. Das Konzernergebnis sank auf 125 Millionen Euro. Der Free Cashflow blieb mit 183 Millionen Euro stabil.

Sonderkonjunktur durch Unsicherheit

Ein Treiber für das Quartalsergebnis waren Vorratskäufe der Kunden. Der Nahost-Konflikt sorgt für Unsicherheit bei der Energieversorgung und den Rohstoffpreisen. Viele Abnehmer füllten deshalb ihre Lager frühzeitig auf. Besonders die Preise für Methionin entwickelten sich vorteilhaft für den Konzern.

Für das zweite Quartal rechnet der Vorstand mit einer weiteren Belebung. Das bereinigte EBITDA soll mindestens 550 Millionen Euro erreichen. Damit wäre das Frühjahr das voraussichtlich stärkste Viertel des Geschäftsjahres. Die Jahresprognose von 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro bleibt bestehen.

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Allerdings blickt das Management vorsichtig auf die zweite Jahreshälfte. Die Inflation könnte den Konsum und Investitionen dämpfen. Steigende Kosten für Energie und Rohstoffe dürften die Margen zusätzlich belasten.

Sparprogramm und neuer Finanzchef

Das Effizienzprogramm „Evonik Tailor Made“ nähert sich dem Abschluss. In diesem Jahr sollen insgesamt rund 1.000 Stellen wegfallen. Das Ziel ist eine schlankere Kostenstruktur. Parallel dazu übernahm Michael Rauch zum 1. Mai das Amt des Finanzvorstands. Er folgt auf Claus Rettig, der das Ressort kommissarisch leitete.

Die Aktie reagierte positiv auf die Zahlen und schloss am Freitag bei 17,39 Euro. Das entspricht einem Tagesplus von über zwei Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursgewinn auf rund 30 Prozent. Damit hält sich das Papier trotz der gedämpften Erwartungen für den Herbst stabil.

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