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Evn Aktie: Zweischneidige Marktentwicklungen

Der österreichische Energieversorger EVN meldet einen Gewinnrückgang von 9,4 Prozent im dritten Quartal, verursacht durch schwache Wind- und Wasserkraft sowie niedrigere Dividendenerträge.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Konzernergebnis fällt um 9,4 Prozent auf 434,7 Millionen Euro
  • Stromerzeugung aus Erneuerbaren bricht um 17,5 Prozent ein
  • Investitionen steigen um 22 Prozent auf über 530 Millionen Euro
  • Prognose für Gesamtjahr bleibt bei 400-440 Millionen Euro

Der österreichische Energieversorger EVN blickt auf ein durchwachsenes drittes Quartal zurück. Während das Unternehmen seine Investitionen um beachtliche 22 Prozent auf über 530 Millionen Euro steigerte, belasteten schwierige Witterungsbedingungen das operative Ergebnis. Das Konzernergebnis sank um 9,4 Prozent auf 434,7 Millionen Euro – trotz eines Umsatzanstiegs um 5 Prozent auf 2,36 Milliarden Euro.

Naturgewalten bremsen die Stromerzeugung

Die erneuerbaren Energiequellen spielten EVN einen Streich: Sowohl Wind als auch Wasserkraft lieferten unterdurchschnittliche Erträge. Die Gesamtstromerzeugung brach um 12,3 Prozent auf 2.268 Gigawattstunden ein. Besonders bitter: Die erneuerbare Erzeugung sackte um 17,5 Prozent auf 1.789 Gigawattstunden ab. Ihr Anteil an der Gesamtproduktion fiel von 83,9 auf 78,8 Prozent.

Immerhin konnte EVN die thermische Erzeugung auf 480 Gigawattstunden steigern. Das Kraftwerk Theiß wurde häufiger zur Netzstabilisierung abgerufen – ein Zeichen für die angespannte Energiesituation.

Hohe Temperaturen, niedrige Dividenden

Das Finanzergebnis bereitet den Aktionären Kopfzerbrechen: Es schrumpfte von 164,7 auf 93,5 Millionen Euro zusammen. Hauptschuldiger ist die deutlich niedrigere Verbund-Dividende von 2,80 Euro je Aktie nach 4,15 Euro im Vorjahr. Zusätzlich belasteten Währungseffekte aus dem Verkauf der russischen Geschäfte das Ergebnis.

Kühle Temperaturen sorgten zwar für höheren Energiebedarf und stützten die Umsätze, doch die gestiegenen Beschaffungskosten fraßen die Mehrerlöse auf. Der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger kletterte um 14,9 Prozent auf 1,21 Milliarden Euro.

Ausblick bleibt stabil

EVN hält an der Prognose für das Gesamtjahr fest: Das Konzernergebnis soll zwischen 400 und 440 Millionen Euro landen. Die Dividende will das Unternehmen bei mindestens 0,82 Euro je Aktie halten und mittelfristig 40 Prozent des bereinigten Gewinns ausschütten.

Mit zwei neuen Photovoltaikparks in Markgrafneusiedl und Grafenwörth erweiterte EVN seine Kapazitäten um 9,4 Megawatt. Die 60 Kilometer lange Trinkwasserleitung von Krems nach Zwettl steht kurz vor der Vollendung. Zusätzlich verkauft EVN das internationale Projektgeschäft an Strabag – das Closing wird in den kommenden sechs Monaten erwartet.

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Diskussion zu Evn

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.