Der niederösterreichische Versorger EVN setzt konsequent auf die Absicherung der Energiewende. Mit dem Bau des größten Batteriegroßspeichers Österreichs am Standort Theiß adressiert das Unternehmen ein kritisches Nadelöhr der Stromversorgung: die Volatilität erneuerbarer Energien. Das Projekt markiert einen strategischen Fokus auf hochflexible Infrastruktur-Lösungen, die herkömmliche thermische Kraftwerke zunehmend ergänzen oder ersetzen.
Millioneninvestition in Netzstabilität
Rund 46 Millionen Euro investiert EVN in die Anlage, die eine Leistung von 70 Megawatt erbringen soll. Mit einer Kapazität von 140 Megawattstunden fungiert das System als Zwei-Stunden-Speicher. Technisch ist die Anlage, bestehend aus 40 Batteriecontainern, in ihrer Leistungsfähigkeit mit einem mittelgroßen Gaskraftwerk vergleichbar, kann jedoch in Sekundenbruchteilen auf Netzschwankungen reagieren.
Die Notwendigkeit solcher Speicher nimmt zu, da die unbeständige Einspeisung aus Wind- und Sonnenenergie das Stromnetz fordert. Während rein auf Erzeugung basierende Geschäftsmodelle am Kapitalmarkt unter Druck stehen, gewinnen Dienstleistungen rund um die Netzstabilität massiv an Bedeutung. EVN besetzt hier ein strategisches Wachstumsfeld, das den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien erst ermöglicht.
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Charttechnik und Zeitplan
An der Börse spiegelte sich die Positionierung als Infrastruktur-Dienstleister zuletzt in einer positiven Bilanz wider: Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet der Titel einen Zuwachs von rund 23,7 Prozent. Aktuell notiert das Papier bei 27,90 Euro und damit unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 28,55 Euro. Dennoch behauptet sich der Kurs deutlich über der langfristigen 200-Tage-Linie, die derzeit bei 25,82 Euro verläuft.
Die Bauarbeiten in Theiß sind bereits im Februar 2026 angelaufen. Nach der Installation der technischen Komponenten ist die vollständige Inbetriebnahme für das dritte Quartal 2027 vorgesehen. Bis zu diesem Zeitpunkt wird die Umsetzung des Großprojekts als Gradmesser für die operative Transformation des Konzerns dienen.
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