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Eutelsat: Schuldenquote sinkt auf 2,7x

Trotz Vertragsverlängerungen in Mexiko und sinkender Schulden leidet die Eutelsat-Aktie unter hohen Investitionen und einem überverkauften Chart.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Vertragsverlängerungen in Mexiko gesichert
  • Umsatzanteil außerhalb Video steigt auf 54 Prozent
  • Nettoverschuldung nach Kapitalerhöhung gesunken
  • RSI signalisiert stark überverkaufte Aktie

48 Prozent im Plus seit Jahresbeginn — und trotzdem notiert die Eutelsat-Aktie fast 42 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Diese Schere beschreibt das Dilemma des europäischen Satellitenbetreibers ziemlich genau.

Vertragsgewinne in Lateinamerika

In Mexiko hat Eutelsat diese Woche zwei wichtige Partnerschaften verlängert. Die Broadcaster PCTV und Cadena Tres setzen weiterhin auf die Satellitendienste des Konzerns. Das stabilisiert das klassische Video-Geschäft — auch wenn dieses Segment langfristig schrumpft.

Parallel dazu verteidigte CEO Jean-François Fallacher die Position in Nordamerika. US-Unternehmen und das Verteidigungsministerium fragten weiterhin nach alternativen Satellitenlösungen, so Fallacher. Trotz Lobbyversuchen, ausländischen Betreibern den Marktzugang zu erschweren, halte die Nachfrage an.

Umbau läuft, Schulden sinken

Der Konzern steckt mitten in einer Transformation. Nicht-Video-Erlöse machen inzwischen rund 54 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Das Ziel: ein reines Konnektivitätsunternehmen werden.

Auf der Finanzseite hat Eutelsat Fortschritte gemacht. Nach der milliardenschweren Kapitalerhöhung Ende 2025 sank die Nettoverschuldung spürbar. Das Management peilt ein Verhältnis von Nettoschuld zu EBITDA von rund 2,7x bis Jahresende an. Die Investitionen fallen ebenfalls: Der Konzern plant, die Brutto-Kapitalausgaben auf etwa 900 Millionen Euro zu senken.

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Technisch überverkauft, fundamental im Umbruch

Der Kurs hat zuletzt deutlich nachgegeben. Mit 2,66 Euro schloss die Aktie am Freitag — ein Minus von knapp 5 Prozent auf Wochensicht. Der RSI liegt bei 16,6. Das signalisiert eine stark überverkaufte Lage.

Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren. Die nächste Generation des LEO-Konstellationsprogramms verschlingt weiter Kapital. Wie schnell dieses Segment profitabel wird, bleibt offen. Das ist der eigentliche Knackpunkt für die Kursbewertung.

Die Quartalsumsatzzahlen für das dritte Geschäftsquartal werden in den kommenden Wochen erwartet. Bestätigen sie eine stabile Nachfrage in den Bereichen Regierung und Mobilität, könnte das den Kurs — der aktuell knapp über seinem 200-Tage-Durchschnitt von 2,64 Euro notiert — auf festeres Terrain bringen.

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Diskussion zu Eutelsat

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.