Nach der erfolgreichen Milliardenfinanzierung sucht die Eutelsat Group nach lukrativen Einnahmequellen für ihre Satellitenflotte. Gestern gab der Konzern bekannt, sein OneWeb-Netzwerk massiv auf den weltweiten Schienenverkehr auszuweiten. Damit greift das Unternehmen nicht nur nach dem Markt für Passagier-WLAN, sondern zielt direkt auf die kritische Infrastruktur der Bahnbetreiber ab.
Hardware für extreme Bedingungen
Um Züge bei hohen Geschwindigkeiten und in abgelegenen Gebieten stabil mit dem Low-Earth-Orbit (LEO) zu verbinden, setzt Eutelsat auf spezialisierte Partner. Das Technologieunternehmen Kymeta liefert mit dem „Kestrel u5“ ein extrem robustes Terminal, das den harten physischen Belastungen im Bahnbetrieb standhält.
Gleichzeitig testet Hughes Network Systems optimierte Flachpanel-Terminals für das OneWeb-Netzwerk. Diese Technik soll Funklöcher bei grenzüberschreitenden Fahrten und in ländlichen Regionen schließen, an denen herkömmliche Mobilfunknetze regelmäßig scheitern.
Mehr als nur Passagier-WLAN
Der wahre Wachstumstreiber liegt allerdings in der sogenannten Betriebstechnik. Die Satelliten sollen künftig sicherheitskritische Systeme wie Zugsteuerung, Signalübertragung und Onboard-Sensoren unterstützen. Besonders beim anstehenden Wechsel vom veralteten GSM-R-Standard zum neuen Kommunikationssystem FRMCS positioniert sich Eutelsat als zentraler Dienstleister.
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Die Kombination aus Satellitentechnik und bestehenden 4G/5G-Netzen garantiert dabei die nötige Ausfallsicherheit. Während erste Projekte in Afrika, Zentralasien und dem Nahen Osten bereits laufen, bereitet der Konzern nun den lukrativen Sprung nach Europa und Nordamerika vor.
Frisches Kapital für die Expansion
Das Fundament für diese operative Offensive legte Eutelsat erst vor wenigen Wochen. Mit der Platzierung einer vorrangigen Anleihe über 1,5 Milliarden Euro schloss das Unternehmen eine umfassende Finanzierungsstrategie ab. Dieses Kapital ist zwingend nötig, da der Ausbau der OneWeb-Konstellation und ein Großauftrag über 340 neue Airbus-Satelliten enorme Mittel binden.
Am Aktienmarkt wird der Vorstoß in diesen vertikalen Spezialmarkt als notwendiger Schritt gewertet, um die Auslastung der Flotte zu sichern. Bei einem aktuellen Kurs von rund 2,09 Euro bewerten Marktbeobachter die nahtlose Integration der LEO-Dienste in bestehende terrestrische Netze als entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber reinen Endkunden-Lösungen.
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