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Eutelsat Aktie: Vier-Milliarden-Plan steht

Der französische Satellitenbetreiber Eutelsat sichert seine Zukunft mit einem massiven Investitionsprogramm für OneWeb und das europäische Projekt IRIS², gestützt durch eine erfolgreiche Refinanzierung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Vier-Milliarden-Investition in zwei strategische Tranchen
  • OneWeb-Erlöse stiegen im Halbjahr um 60 Prozent
  • Ab 2028 Fokus auf europäisches Souveränitätsprojekt IRIS²
  • Finanzierung durch frische Anleiheemission gesichert

Nach einer umfassenden Refinanzierung über fünf Milliarden Euro schafft Eutelsat strategische Klarheit. CEO Jean-François Fallacher skizzierte nun detailliert, wie der französische Satellitenbetreiber seine LEO-Konstellation und das europäische Projekt IRIS² vorantreiben will. Im Zentrum der Strategie steht ein vier Milliarden Euro schweres Investitionsprogramm, das die Wettbewerbsposition im hart umkämpften Markt sichern soll.

Zwei Tranchen für das Wachstum

Das Unternehmen plant, in den kommenden Jahren jährlich rund eine Milliarde Euro zu investieren. Insgesamt fließen vier Milliarden Euro in zwei große Blöcke. Die erste Hälfte sichert den operativen Betrieb und die technische Aufwertung der aktuellen OneWeb-Konstellation. Dies umfasst den laufenden Auftrag über 440 neue Satelliten. Die restlichen zwei Milliarden Euro fließen ab dem Zeitraum 2028/2029 in das europäische Souveränitätsprojekt IRIS².

Die zweite Satelliten-Generation entwickelt Eutelsat direkt in Verbindung mit IRIS². Geplant ist ein Multi-Orbit-System, das MEO- und LEO-Segmente kombiniert. Zu den technischen Neuerungen zählen Inter-Satelliten-Laserverbindungen sowie spezielle Funktionen für Regierungs- und Militärkunden. Während die aktuelle Generation noch bei Airbus in Toulouse gefertigt wird, laufen für die Nachfolger bereits Gespräche mit mehreren potenziellen Herstellern. Airbus liefert ab Ende 2026 weitere 340 Einheiten der laufenden Baureihe aus, die mit verbesserten digitalen Kanalisierern für eine effizientere Datenverarbeitung ausgestattet sind.

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LEO-Dienste als Umsatztreiber

Eutelsat betreibt aktuell eines von weltweit nur zwei vollständig operativen LEO-Netzen. Diese Position als einziger europäischer Anbieter zahlt sich bereits aus. Im ersten Halbjahr kletterten die Erlöse aus OneWeb-Diensten um 60 Prozent. Prognosen der Unternehmensführung gehen davon aus, dass sich die B2B-Nachfrage nach LEO-Kapazitäten bis zum Ende des Jahrzehnts verfünffachen könnte. Bis zum Geschäftsjahr 2028/29 peilt der Konzern Erlöse von mehr als 1,5 Milliarden Euro an.

Die finanzielle Basis für diese Roadmap ist gesichert. Zuletzt schloss Eutelsat eine Anleiheemission über 1,5 Milliarden Euro ab, nachdem im Februar bereits eine Exportkreditfinanzierung über eine Milliarde Euro unterzeichnet wurde. Am 12. Mai legt der Konzern die Umsatzzahlen für das dritte Quartal vor. Diese Daten werden belegen, inwieweit das dynamische LEO-Wachstum die anhaltenden Rückgänge im traditionellen TV-Geschäft bereits kompensieren kann.

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Diskussion zu Eutelsat

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.