Nach einer umfassenden Refinanzierung über fünf Milliarden Euro schafft Eutelsat strategische Klarheit. CEO Jean-François Fallacher skizzierte nun detailliert, wie der französische Satellitenbetreiber seine LEO-Konstellation und das europäische Projekt IRIS² vorantreiben will. Im Zentrum der Strategie steht ein vier Milliarden Euro schweres Investitionsprogramm, das die Wettbewerbsposition im hart umkämpften Markt sichern soll.
Zwei Tranchen für das Wachstum
Das Unternehmen plant, in den kommenden Jahren jährlich rund eine Milliarde Euro zu investieren. Insgesamt fließen vier Milliarden Euro in zwei große Blöcke. Die erste Hälfte sichert den operativen Betrieb und die technische Aufwertung der aktuellen OneWeb-Konstellation. Dies umfasst den laufenden Auftrag über 440 neue Satelliten. Die restlichen zwei Milliarden Euro fließen ab dem Zeitraum 2028/2029 in das europäische Souveränitätsprojekt IRIS².
Die zweite Satelliten-Generation entwickelt Eutelsat direkt in Verbindung mit IRIS². Geplant ist ein Multi-Orbit-System, das MEO- und LEO-Segmente kombiniert. Zu den technischen Neuerungen zählen Inter-Satelliten-Laserverbindungen sowie spezielle Funktionen für Regierungs- und Militärkunden. Während die aktuelle Generation noch bei Airbus in Toulouse gefertigt wird, laufen für die Nachfolger bereits Gespräche mit mehreren potenziellen Herstellern. Airbus liefert ab Ende 2026 weitere 340 Einheiten der laufenden Baureihe aus, die mit verbesserten digitalen Kanalisierern für eine effizientere Datenverarbeitung ausgestattet sind.
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LEO-Dienste als Umsatztreiber
Eutelsat betreibt aktuell eines von weltweit nur zwei vollständig operativen LEO-Netzen. Diese Position als einziger europäischer Anbieter zahlt sich bereits aus. Im ersten Halbjahr kletterten die Erlöse aus OneWeb-Diensten um 60 Prozent. Prognosen der Unternehmensführung gehen davon aus, dass sich die B2B-Nachfrage nach LEO-Kapazitäten bis zum Ende des Jahrzehnts verfünffachen könnte. Bis zum Geschäftsjahr 2028/29 peilt der Konzern Erlöse von mehr als 1,5 Milliarden Euro an.
Die finanzielle Basis für diese Roadmap ist gesichert. Zuletzt schloss Eutelsat eine Anleiheemission über 1,5 Milliarden Euro ab, nachdem im Februar bereits eine Exportkreditfinanzierung über eine Milliarde Euro unterzeichnet wurde. Am 12. Mai legt der Konzern die Umsatzzahlen für das dritte Quartal vor. Diese Daten werden belegen, inwieweit das dynamische LEO-Wachstum die anhaltenden Rückgänge im traditionellen TV-Geschäft bereits kompensieren kann.
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