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Eutelsat Aktie: Strategie greift

Eutelsat zeigt mit Halbjahreszahlen, dass die Neuausrichtung funktioniert: Das Weltraum-Internet-Segment wächst kräftig und gleicht das sinkende klassische TV-Geschäft aus.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • LEO-Segment verdoppelt fast mit 60-Prozent-Wachstum
  • Traditionelles Video-Geschäft fällt um über zehn Prozent
  • Milliardensumme für 440 neue Satelliten gesichert
  • Investitionsbudget deutlich auf 900 Millionen Euro reduziert

Eutelsat liefert den Beweis, dass der radikale Konzernumbau funktioniert. Die aktuellen Halbjahreszahlen offenbaren zwar den erwarteten Rückgang im klassischen TV-Geschäft, doch die neue Sparte für Weltraum-Internet wächst rasant und fängt die Verluste auf. Gelingt dem Satellitenbetreiber damit die langfristige Wende?

Hier sind die wichtigsten Kennzahlen des ersten Halbjahres 2025/26:

  • Umsatz: 592 Millionen Euro (stabil auf vergleichbarer Basis)
  • LEO-Segment: 111 Millionen Euro (+60 %)
  • Video-Geschäft: 266,5 Millionen Euro (-12,3 %)
  • Finanzierung: Rund 1 Milliarde Euro für neue Satelliten gesichert
  • Prognose: Jahresziele bestätigt, Investitionen (Capex) gesenkt

Wachablösung im All

Die Zahlen verdeutlichen die massive Verschiebung im Geschäftsmodell. Während das traditionelle Video-Geschäft unter strukturellem Druck und den anhaltenden Sanktionen gegen russische Sender leidet, entwickelt sich die Konnektivität aus dem erdnahen Orbit (LEO) zum neuen Wachstumsmotor.

Mit einem Umsatzsprung von fast 60 Prozent steuert das LEO-Segment inzwischen rund 20 Prozent zu den Gesamterlösen bei. Diese Dynamik war entscheidend, um den Konzernumsatz auf vergleichbarer Basis stabil zu halten, obwohl das klassische TV-Segment zweistellig einbrach.

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Bilanz gestärkt, Investitionen gesenkt

Neben der operativen Entwicklung hat das Management die finanzielle Basis des Unternehmens gefestigt. Durch eine Kapitalerhöhung im Dezember und eine frisch gesicherte Finanzierung über fast eine Milliarde Euro ist der weitere Ausbau der OneWeb-Konstellation durch 440 neue Airbus-Satelliten gedeckt.

Positiv für die Liquidität wirkt sich zudem die Disziplin bei den Ausgaben aus: Die Prognose für die Investitionskosten (Capex) im Gesamtjahr wurde von 1,1 Milliarden auf rund 900 Millionen Euro deutlich nach unten korrigiert. Ratingagenturen wie Moody’s und Fitch reagierten bereits mit einer verbesserten Bonitätsbewertung.

Das Management sieht sich durch die Entwicklung bestätigt und hält an den Jahreszielen fest. Mit der gesicherten Finanzierung und dem prognostizierten Wachstum von 50 Prozent im LEO-Segment für das Gesamtjahr verschiebt sich das Gewicht endgültig vom schrumpfenden TV-Markt hin zur modernen Satelliten-Konnektivität.

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