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Eutelsat Aktie: SpaceX-Falle!

Eutelsat verzeichnet starkes LEO-Wachstum, kämpft jedoch mit hohen Startkosten und der Abhängigkeit von SpaceX. Das Unternehmen sucht nach alternativen Anbietern.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Starker Umsatzanstieg im LEO-Geschäft
  • Hohe Kosten durch SpaceX-Abhängigkeit
  • Suche nach Startalternativen bei ISRO und MaiaSpace
  • Teilnahme am milliardenschweren IRIS²-Programm

Eutelsat präsentiert sich beim 41. Space Symposium in Colorado Springs mit Rückenwind — die Aktie legte diese Woche um mehr als sieben Prozent zu. Hinter den starken Zahlen verbirgt sich jedoch ein strukturelles Problem, das Investoren zunehmend beschäftigt: Die Abhängigkeit von SpaceX als nahezu einzigem Startanbieter.

Starkes Wachstum, aber ein Engpass

Die Halbjahreszahlen für das Geschäftsjahr 2025/26 fallen beachtlich aus. Der LEO-Umsatz stieg um 59,7 Prozent auf 111 Millionen Euro und macht inzwischen rund 20 Prozent des Konzernumsatzes aus. Der Gesamtumsatz blieb auf vergleichbarer Basis mit 592 Millionen Euro stabil, angetrieben vom Wachstum im Konnektivitätssegment.

Das Problem liegt in der Lieferkette für Satellitenstarts. Seit russische Raketen nach dem Einmarsch in die Ukraine nicht mehr verfügbar sind, bucht Eutelsat den Großteil seiner Starts bei SpaceX. Gleichzeitig treiben US-Zölle auf Luft- und Raumfahrtmetalle die Kosten bei amerikanischen Startanbietern weiter nach oben — eine Belastung, die Eutelsats Investitionsplanung unter Druck setzt.

Alternativen im Aufbau

CEO Jean-François Fallacher verhandelt aktiv mit der indischen Raumfahrtbehörde ISRO über künftige Starts, ein Vertrag steht jedoch noch aus. Parallel dazu hat Eutelsat einen Startvertrag mit dem französischen Raumfahrt-Startup MaiaSpace abgeschlossen — erste Starts sind ab 2027 geplant.

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Die Dringlichkeit dieser Diversifizierung ergibt sich aus dem Bestellvolumen: 340 zusätzliche OneWeb-LEO-Satelliten wurden bei Airbus Defence and Space geordert, Lieferungen sollen Ende 2026 beginnen. Wer diese Satelliten zu welchen Kosten ins All bringt, wird zur zentralen Finanzfrage der kommenden Jahre.

IRIS² als strategischer Rückhalt

Eutelsat ist Teil des SpaceRISE-Konsortiums — gemeinsam mit Hispasat und SES verantwortet das Unternehmen die LEO-Kapazität des EU-Programms IRIS², das mit einem Gesamtbudget von 10,6 Milliarden Euro ausgestattet ist. Ende März unterzeichneten Norwegen und Island Beitrittsvereinbarungen zu IRIS², was die geopolitische Relevanz des Programms über die EU-Grenzen hinaus unterstreicht.

Das mittelfristige Umsatzziel liegt bei 1,5 bis 1,7 Milliarden Euro für 2028/2029. Den nächsten konkreten Datenpunkt liefert Eutelsat am 12. Mai 2026, wenn die Erlöse für das dritte Quartal und die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres veröffentlicht werden.

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Diskussion zu Eutelsat

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.