Eutelsat sucht einen neuen Raketenpartner — und schaut dabei weit nach Osten. Der französische Satellitenbetreiber führt Gespräche mit der indischen Raumfahrtorganisation ISRO über künftige Satellitenstarts. Hintergrund ist der Wunsch, die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern zu reduzieren.
Die Notwendigkeit dazu entstand nicht ohne Grund. Russische Raketen, auf die Eutelsat lange setzte, fielen mit dem Beginn des Ukraine-Kriegs als Option weg. Seitdem stützt sich das Unternehmen hauptsächlich auf SpaceX — und gelegentlich auf Arianespace. Frankreichs Präsident Macron hat öffentlich vor zu großer Abhängigkeit von nicht-europäischen Anbietern gewarnt. Bereits im Januar 2026 unterzeichnete Eutelsat einen Mehrfachstartvertrag mit dem französischen Raketenunternehmen MaiaSpace, dessen erste Starts ab 2027 geplant sind. Die Gespräche mit ISRO ergänzen diese Strategie.
Massiver Ausbau der LEO-Konstellation
Im Kern geht es um eine gewaltige Aufgabe: Eutelsat will in den kommenden Jahren rund 440 von Airbus gebaute LEO-Satelliten ins All befördern. Dafür braucht das Unternehmen verlässliche, diversifizierte Startkapazitäten — ein einzelner Anbieter wäre ein erhebliches Risiko.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Eutelsat?
Das LEO-Segment wächst dabei spürbar. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26 steuerte es bereits rund 20 % der Gesamtumsätze bei, mit einem Zuwachs von fast 60 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zuletzt hob Eutelsat die steigende Nachfrage nach seinen OneWeb-Diensten im globalen Schienenverkehr hervor — Hochgeschwindigkeitszüge und Güterverkehr gehören zu den wachsenden Abnehmern.
Finanzierung steht, IRIS² im Rücken
Die strategischen Ambitionen ruhen auf einer soliden finanziellen Basis. Anfang März 2026 schloss Eutelsat eine Anleiheemission über 1,5 Milliarden Euro ab — der letzte Baustein einer rund 5 Milliarden Euro schweren Refinanzierung. Moody’s hob daraufhin das Rating auf Ba3 an, Fitch auf BB.
Zusätzlichen Rückenwind liefert die Beteiligung am europäischen Satellitenprojekt IRIS², dessen Konzessionsvertrag im Dezember 2024 mit dem SpaceRISE-Konsortium unterzeichnet wurde. Ende März schlossen sich Norwegen und Island dem GOVSATCOM-Programm an, das als Brücke zu IRIS² fungiert. Mit gesicherter Finanzierung, wachsendem LEO-Geschäft und einem breiter werdenden Startnetzwerk hat Eutelsat die operative Basis für den nächsten Expansionsschritt gelegt.
Eutelsat-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Eutelsat-Analyse vom 6. April liefert die Antwort:
Die neusten Eutelsat-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Eutelsat-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Eutelsat: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
