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Symbolbild, KI-generiert

European Lithium: Tanbreez-Vollkontrolle für US$835 Mio.

European Lithium und Critical Metals Corp vereinbaren einen Zusammenschluss. Die Transaktion bündelt strategische Rohstoffprojekte in Europa und Grönland.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Fusionsvertrag zwischen beiden Unternehmen unterzeichnet
  • Transaktionsvolumen von rund 1,2 Milliarden AUD
  • Kontrolle über Seltene-Erden-Projekt Tanbreez
  • Aktienkurse springen zweistellig nach oben

Ein Aufschlag von über 100 Prozent und die Auflösung eines komplexen Firmengeflechts. European Lithium und die an der Nasdaq gelistete Critical Metals Corp haben sich auf einen endgültigen Fusionsvertrag geeinigt. Das Ziel ist klar: Die Bündelung strategisch wichtiger Rohstoffprojekte in Europa und Grönland unter einem Konzerndach.

Die reine Aktientransaktion bewertet das Vorhaben mit rund 1,2 Milliarden Australischen Dollar. Aktionäre von European Lithium sollen für jeden gehaltenen Anteil 0,035 Aktien von Critical Metals erhalten. Das entspricht einem Wert von 58 australischen Cent je Papier.

Im gleichen Schritt entwirren die Partner ihre bisherige Struktur. European Lithium hält aktuell 34 Prozent an Critical Metals. Diese gut 45 Millionen Aktien werden im Zuge der Fusion eingezogen und vernichtet. Das reduziert die Verwässerung für die bestehenden Anteilseigner der US-Gesellschaft und erhöht den Streubesitz.

Kontrolle über strategische Reserven

Durch den Zusammenschluss erlangt das neue Unternehmen die vollständige Kontrolle über zwei zentrale Vorhaben. In Grönland geht das Seltene-Erden-Projekt Tanbreez komplett in den Besitz über, nachdem Critical Metals seinen Anteil zuletzt bereits aufgestockt hatte. Parallel dazu bringt European Lithium das österreichische Lithium-Projekt Wolfsberg ein, für das eine Machbarkeitsstudie vorliegt.

Der Zeitpunkt der Konsolidierung passt in das politische Umfeld. Erst wenige Tage zuvor hatten die USA und die EU eine Absichtserklärung unterzeichnet, um Lieferketten für kritische Mineralien abzusichern. Für den Abschluss des Deals muss European Lithium eine Mindestliquidität von 330 Millionen Australischen Dollar vorweisen. Ende März lag der Kassenbestand bei rund 306 Millionen Dollar.

Deutliche Kursausschläge an den Börsen

Anleger reagieren euphorisch auf die vereinfachte Struktur. Die Papiere von European Lithium schossen an der Heimatbörse in Sydney zeitweise um 60 Prozent nach oben. In New York verzeichnete Critical Metals einen Kurssprung von gut 25 Prozent auf 14,45 US-Dollar.

Bis Anfang Mai gilt nun eine Exklusivitätsvereinbarung zwischen den Parteien. Im dritten Quartal sollen die Aktionäre von European Lithium auf einer Hauptversammlung über den Vorschlag abstimmen. Erteilen sie grünes Licht und stimmen die Aufsichtsbehörden zu, ist der Vollzug der Fusion für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.

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