Due Diligence abgeschlossen, Vertragsdokumentation in Arbeit — die geplante Fusion zwischen Critical Metals Corp. und European Lithium Limited bleibt auf Kurs. Allerdings lauert ein konkretes Hindernis, das den Deal noch kippen könnte.
SID-Finalisierung läuft
Beide Unternehmen haben die gegenseitige Due Diligence abgeschlossen und die Exklusivitätsfrist verlängert, um die Ausarbeitung eines verbindlichen Scheme Implementation Deed (SID) abzuschließen. Die Transaktionsstruktur bleibt unverändert: European-Lithium-Aktionäre würden 0,035 neue CRML-Aktien je gehaltener EUR-Aktie erhalten. Auf Basis des Wechselkurses und des unbereinigten Schlusskurses vom 22. April 2026 ergibt sich daraus ein Gesamtvolumen von rund 835 Millionen US-Dollar — vollständig in Aktien.
Ein wesentlicher struktureller Aspekt der Transaktion ist die Auflösung einer komplexen Überkreuzbeteiligung. European Lithium hält derzeit rund 34 Prozent an Critical Metals. Diese Position würde im Zuge des Deals eingezogen. Parallel dazu würde Critical Metals den bestehenden 7,5-Prozent-Anteil an dem grönländischen Seltene-Erden-Projekt Tanbreez auf eine vollständige Beteiligung ausbauen.
Das Barproblem
Hier liegt der Knackpunkt. Als Abschlussbedingung muss European Lithium über Nettoliquidität von mindestens 330 Millionen australischen Dollar verfügen. Ende März zeigte die Bilanz jedoch nur rund 306 Millionen australische Dollar — eine Lücke von etwa 24 Millionen. Erschwerend kommt hinzu: Die laufende Exklusivitätsvereinbarung untersagt European Lithium, diese Lücke durch neue Eigen- oder Fremdkapitalmaßnahmen zu schließen, solange die Frist läuft.
Strategische Substanz hinter dem Deal
Das Herzstück der Transaktion ist Tanbreez. Das Projekt in Grönland gilt als eines der weltweit größten bekannten Vorkommen schwerer Seltener Erden — darunter Terbium und Dysprosium, beides kritische Rohstoffe für Hochleistungsmagnete in Elektrofahrzeugen und Verteidigungssystemen. Die US-amerikanische Export-Import-Bank hat bereits eine Absichtserklärung für eine Projektfinanzierung von bis zu 120 Millionen US-Dollar unterzeichnet.
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Zeitplan bis Jahresende
Kommt es zur endgültigen Einigung, soll die Hauptversammlung von European Lithium im dritten Quartal 2026 über die Transaktion abstimmen. Der Abschluss ist für das zweite Halbjahr 2026 geplant — vorbehaltlich der Zustimmung von Aktionären, Gerichten und Regulierungsbehörden sowie der Erfüllung der Liquiditätsbedingung.
Die Liquiditätslücke von rund 24 Millionen australischen Dollar bleibt damit die entscheidende offene Variable. Wie European Lithium diese schließen will, ohne gegen die Exklusivitätsklausel zu verstoßen, ist bislang nicht kommuniziert worden.
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