European Lithium hat eine zentrale Finanzhürde für die geplante Fusion mit Critical Metals genommen. Der Markt bleibt trotzdem skeptisch. Die Kasse reicht nun für den Deal, aber Vertrag, Genehmigungen und Zeitplan sind weiter offen.
Die Aktie gab am 12. Mai um 6,52 Prozent auf 0,43 australische Dollar nach. Das ist keine Panikreaktion. Es ist eher ein Hinweis, dass Anleger den Vollzug noch nicht einpreisen.
Kasse reicht, Vertrag fehlt
Den finanziellen Abstand schloss European Lithium über den Verkauf von Critical-Metals-Aktien. Der Verkauf von 2,5 Millionen Papieren brachte 45 Millionen australische Dollar ein.
Damit steigen die liquiden Mittel auf rund 356 Millionen australische Dollar. Für den Abschluss der reinen Aktientransaktion braucht European Lithium mindestens 330 Millionen australische Dollar Nettoliquidität. Ende März lag der Bestand noch darunter.
Wichtig ist dabei die Struktur des Deals. European-Lithium-Aktionäre sollen je Aktie 0,035 Critical-Metals-Aktien erhalten. Der geplante Zusammenschluss bewertet die Transaktion mit rund 835 Millionen US-Dollar.
Ein bindender Vertrag liegt weiter nicht vor. Der Zieltermin Anfang Mai verstrich, beide Seiten verlängerten deshalb die Exklusivität. Die kommerziellen Eckpunkte blieben unverändert.
Genehmigungen bremsen den Zeitplan
Die Liste der offenen Punkte ist klar. In Grönland ist die Pilotanlage in Qaqortoq fertig. Eine Massenprobe über 150 Tonnen ist für Juni vorgesehen, hängt aber an der Betriebsgenehmigung aus Nuuk.
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In Österreich wiegt der Rückschlag schwerer. Das Bundesverwaltungsgericht kippte eine wichtige Umweltgenehmigung für das Lithiumprojekt Wolfsberg in Kärnten. Die Behörden müssen das Projekt nun nach strengeren standortspezifischen Maßstäben neu prüfen.
Die finale Investitionsentscheidung rutscht damit mindestens bis Ende 2026. Die Bergbaulizenz läuft noch bis Anfang 2028, der Abnahmevertrag mit BMW bleibt unberührt. Trotzdem drückt die Verzögerung auf die Bewertung, die den Fusionspreis stützt.
Parallel dazu arbeitet European Lithium an der Weiterverarbeitung. Hatch soll eine Lithiumhydroxid-Raffinerie in Saudi-Arabien planen. Das Projekt entsteht als Gemeinschaftsunternehmen mit Obeikan Investment Group.
Abschlag zeigt Skepsis
Morgan Stanley ist unterdessen aus dem Kreis der meldepflichtigen Großaktionäre gefallen. Die US-Bank reduzierte ihre Position Ende April. Das belastete den Kurs zusätzlich, auch wenn die Aktie seit Jahresbeginn stark gestiegen ist.
Der Markt preist weiter einen deutlichen Abschlag ein. Der implizite Wert des Critical-Metals-Angebots liegt bei rund 0,58 australischen Dollar je European-Lithium-Aktie. Der aktuelle Kurs liegt darunter.
Hinzu kommt ein laufendes Rückkaufprogramm. Bis zum 15. Oktober kann European Lithium bis zu 10 Prozent des ausgegebenen Kapitals zurückkaufen. Das maximale Volumen liegt bei 12,6 Millionen australischen Dollar.
Der nächste konkrete Test liegt in Grönland. Ohne Betriebsgenehmigung aus Nuuk startet die für Juni geplante Probe nicht. Danach rücken der bindende Fusionsvertrag und das Aktionärsvotum im dritten Quartal in den Mittelpunkt.
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