Das Management von European Lithium hält die eigenen Papiere für deutlich unterbewertet und verlängert daher das laufende Aktienrückkaufprogramm. Im Zentrum dieser Einschätzung steht das grönländische Tanbreez-Projekt, das sich zunehmend als geopolitischer Trumpf im Bereich der Seltenen Erden erweist. Während es beim europäischen Vorhaben hakt, rückt die Anlage im hohen Norden in den Fokus westlicher Regierungen.
Ab dem 15. April startet das Unternehmen ein neues, sechsmonatiges Rückkaufprogramm. Bis zu zehn Prozent des ausgegebenen Kapitals können dabei über die Börse erworben und anschließend annulliert werden. Executive Chairman Tony Sage begründet den Schritt mit einer klaren Diskrepanz: Der aktuelle Börsenwert spiegele die zugrundeliegenden Vermögenswerte nicht wider. Hauptgrund für diesen Optimismus ist die indirekte Beteiligung am Tanbreez-Projekt in Grönland über die Critical Metals Corp.
Geopolitisches Gewicht in Grönland
Die Lagerstätte gehört zu den weltweit größten Vorkommen für Seltene Erden. Besonders der hohe Anteil an schweren Seltenen Erden von rund 30 Prozent macht das Projekt strategisch wertvoll für Rüstungssysteme und Hochleistungsmagnete. Da China den Markt aktuell mit einem Anteil von 90 Prozent bei der Verarbeitung dominiert, suchen westliche Regierungen händeringend nach Alternativen.
US-amerikanische und dänische Behörden üben bereits Einfluss aus, um eine chinesische Beteiligung an Tanbreez zu verhindern. Die Entwicklung vor Ort schreitet derweil zügig voran. Bereits im Mai dieses Jahres soll eine Pilotanlage den Betrieb aufnehmen. Rund drei Viertel der geplanten Produktion sind schon jetzt an Kunden in Europa und den USA verkauft.
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Verzögerungen in Österreich
Ein deutlich zäheres Bild zeigt sich beim Wolfsberg-Projekt in Österreich. Zwar wurde die Bergbaulizenz im Februar um zwei Jahre verlängert, laufende Umweltprüfungen und Anwohnerproteste bremsen den Zeitplan jedoch aus. Eine endgültige Investitionsentscheidung mit dem saudischen Partner Obeikan ist nun erst für Ende 2026 angesetzt.
Finanziell ist das Unternehmen für diese Wartezeit gerüstet. Durch den Verkauf von Anteilen an Critical Metals verfügt European Lithium über liquide Mittel in Höhe von 322 Millionen Australischen Dollar. Zudem sorgte die Aufnahme in den S&P/ASX All Ordinaries Index im März für eine höhere Sichtbarkeit bei institutionellen Investoren.
Das verlängerte Rückkaufprogramm fungiert in den kommenden Monaten als strukturelle Kursstütze. Die nächsten konkreten Impulse für die Unternehmensbewertung liefern der geplante Start der grönländischen Pilotanlage im Mai sowie der weitere Verlauf des Umweltprüfverfahrens in Österreich.
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