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European Lithium Aktie: Fusion mit Critical Metals Corp

European Lithium treibt Fusion mit Critical Metals Corp voran und erhält Lizenzverlängerung für Wolfsberg-Projekt. Geopolitischer Rückenwind durch G7-Strategie.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Fusion mit Critical Metals Corp geplant
  • Lizenz für Wolfsberg um zwei Jahre verlängert
  • G7-Beschluss stärkt Rohstoffunabhängigkeit
  • Aktienkurs seit Jahresbeginn deutlich gestiegen

Ein Kursanstieg von über 700 Prozent in zwölf Monaten — und die Geschichte von European Lithium könnte noch nicht zu Ende geschrieben sein. Das australische Unternehmen treibt gleich zwei strategisch bedeutsame Vorhaben voran.

Fusion mit Critical Metals Corp nimmt Form an

Die geplante Fusion mit dem NASDAQ-notierten Unternehmen Critical Metals Corp schreitet planmäßig voran. European Lithium will das sogenannte Scheme Booklet — inklusive eines unabhängigen Gutachtens — Ende Juli 2026 an Aktionäre und Optionsinhaber verschicken. Die Hauptversammlungen sollen Ende August folgen. Die Umsetzung ist für Anfang September 2026 geplant, vorbehaltlich der erforderlichen Genehmigungen.

Der rein aktienbasierte Deal war ursprünglich mit rund 835 Millionen US-Dollar bewertet. Ziel ist die vollständige Konsolidierung des Tanbreez-Projekts in Grönland. Critical Metals Corp hält bereits 92,5 Prozent daran. European Lithiums verbleibende 7,5 Prozent würden im Zuge der Transaktion übertragen. Tanbreez gilt als eines der größten bekannten Schwer-Seltenerden-Vorkommen weltweit.

Wolfsberg bekommt mehr Zeit

Parallel dazu hat die österreichische Regierung die Bergbaulizenz für das Wolfsberg-Lithiumprojekt um zwei Jahre verlängert. Das Projekt in Kärnten ist das Kerneigentum von European Lithium. Historische Bohrungen zeigen Lithiumoxidgehalte von bis zu 2,49 Prozent Li₂O — ein hochwertiger Wert für ein europäisches Vorkommen. Das Unternehmen will Wolfsberg zu einem bedeutenden Produzenten von Batterie-Lithium für den europäischen Markt entwickeln.

Rückenwind durch Geopolitik

Der geopolitische Kontext spielt European Lithium in die Karten. Die G7-Staaten haben am 17. Juni 2026 beschlossen, ihre Abhängigkeit von China bei kritischen Rohstoffen zu reduzieren. Bis 2030 soll der Anteil eines einzelnen Nicht-G7-Lieferanten bei Seltenen Erden und Permanentmagneten unter 60 Prozent sinken — langfristig sogar auf unter 50 Prozent.

Japan plant zudem, im Juli oder August 2026 eine hochrangige Delegation nach Grönland zu entsenden. Das Tanbreez-Projekt steht dabei ausdrücklich im Fokus. Kein Wunder — das Vorhaben passt exakt in die G7-Strategie zur Lieferkettendiversifizierung.

Die Aktie notiert aktuell bei 0,25 Euro und liegt damit rund 9 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresbeginn hat der Kurs um 173 Prozent zugelegt. Der nächste konkrete Katalysator ist das Scheme Booklet Ende Juli — dann wird klarer, ob die Fusion die Erwartungen der Aktionäre erfüllt.

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