Der Deal, der wochenlang in der Schwebe hing, ist jetzt rechtlich bindend. Critical Metals Corp. hat am 18. Mai 2026 einen verbindlichen Scheme Implementation Deed unterzeichnet, der die Übernahme sämtlicher Aktien und Optionen von European Lithium Ltd. besiegelt. Was zuvor ein unverbindliches Rahmenwerk war, ist nun durchsetzbares Vertragsrecht.
Prämie von 137 Prozent auf den letzten Kurs
European Lithium-Aktionäre erhalten 0,035 Critical Metals-Aktien je gehaltener Aktie. Daraus ergibt sich ein implizierter Wert von 0,58 australischen Dollar je Aktie — ein Aufschlag von 137 Prozent gegenüber dem letzten ungestörten Schlusskurs von 0,245 AUD vom 22. April 2026. Optionsinhaber werden nach derselben Umtauschrate entschädigt, angepasst um den Ausübungspreis und einen 20-Tage-VWAP von Critical Metals vor dem Stichtag.
Wie australische Privatanleger ihre Gegenleistung erhalten, steht noch nicht fest. Critical Metals prüft eine Zweitnotierung an der ASX, damit EUR-Aktionäre CRML-Aktien über CDIs im CHESS-System handeln können. Scheitert das, landen die Nasdaq-notierten CRML-Aktien direkt in den Depots der australischen Anleger.
Tanbreez: strategischer Kern der Transaktion
Der eigentliche Antrieb hinter der Übernahme liegt in Grönland. Critical Metals will mit dem Deal die restlichen 7,5 Prozent an Tanbreez übernehmen und damit 100 Prozent des Projekts konsolidieren. Tanbreez gilt als eines der weltgrößten bekannten Vorkommen schwerer Seltener Erden — darunter Terbium und Dysprosium, unverzichtbare Rohstoffe für Elektromotoren und Rüstungstechnik.
Die strategische Brisanz wächst durch Chinas Exportbeschränkungen, die nur noch bis November 2026 ausgesetzt sind. Das erhöht den Druck, das Projekt zügig voranzutreiben.
Offene Hürden bis zum Abschluss
Trotz des rechtlichen Meilensteins bleiben operative Risiken. Die grönländische Regierung in Nuuk hat die Übertragung der Projektanteile zwar genehmigt, eine entscheidende Betriebsgenehmigung für eine Pilotanlage steht jedoch noch aus. Ohne sie kann das Team im Juni keine Großprobe entnehmen.
Die Mindestbedingung für liquide Mittel hat European Lithium bereits erfüllt: Durch den Verkauf von 2,5 Millionen Critical Metals-Aktien flossen rund 45 Millionen australische Dollar zu, der Kassenbestand liegt damit bei etwa 356 Millionen AUD — oberhalb der geforderten Schwelle von 330 Millionen AUD.
Weitere Bedingungen umfassen die Zustimmung der European Lithium-Aktionäre, den Abschluss von Aufhebungsvereinbarungen mit Optionsinhabern sowie alle erforderlichen Behörden- und Gerichtsgenehmigungen. Ein Aktionärsvotum bei Critical Metals ist nicht vorgesehen.
Interessenkonflikt unter Beobachtung
Tony Sage bekleidet bei beiden Unternehmen Führungspositionen — als CEO von Critical Metals und als Executive Chairman von European Lithium. Ein unabhängiger Boardausschuss prüft die Transaktion im Interesse der Minderheitsaktionäre. Als Berater hat European Lithium Poynton Stavrianou (Finanzen) und Steinepreis Paganin (Recht) mandatiert.
Das Aktionärstreffen zur Abstimmung über das Scheme ist für das dritte Quartal 2026 geplant. Ob der implizierte Wert von 0,58 AUD je Aktie tatsächlich realisiert wird, hängt maßgeblich davon ab, ob die grönländische Betriebsgenehmigung rechtzeitig erteilt wird.
European Lithium-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue European Lithium-Analyse vom 20. Mai liefert die Antwort:
Die neusten European Lithium-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für European Lithium-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
European Lithium: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
