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Symbolbild, KI-generiert

European Lithium Aktie: Bundesverwaltungsgericht kippt Umweltgenehmigung

European Lithium verpasst Frist für bindenden Übernahmevertrag mit Critical Metals Corp. Eine Liquiditätslücke von 24 Mio. A$ und eine aufgehobene Umweltgenehmigung belasten das Projekt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Übernahmevertrag nicht fristgerecht unterzeichnet
  • Liquiditätslücke von 24 Millionen A$
  • Umweltgenehmigung für Wolfsberg aufgehoben
  • Aktienrückkaufprogramm verschärft Finanzlage

Der 7. Mai sollte ein Meilenstein sein. Stattdessen verstrich die Frist zur Unterzeichnung eines bindenden Übernahmevertrags zwischen European Lithium und Critical Metals Corp. kommentarlos — ohne Einigung, ohne Abschluss. Die Aktie gab daraufhin 4,17 Prozent nach auf A$0,46.

Beide Seiten betonen, die Transaktion sei weiterhin auf Kurs. Die Exklusivitätsfrist wurde verlängert, die kommerziellen Konditionen blieben unverändert gegenüber der ursprünglichen Ankündigung vom April 2026. Eine bindende Vereinbarung fehlt trotzdem.

Die Liquiditätslücke als Kernproblem

Das eigentliche Problem sitzt tiefer. Eine der Abschlussbedingungen verlangt, dass European Lithium zum Zeitpunkt der Transaktion über eine Nettoliquidität von mindestens A$330 Millionen verfügt. Ende März wies das Unternehmen einen Kassenbestand von A$306 Millionen aus — rund A$24 Millionen zu wenig.

Pikant: Die Exklusivitätsvereinbarung untersagt European Lithium ausdrücklich, während dieser Phase frisches Eigen- oder Fremdkapital aufzunehmen. Wie das Unternehmen die Lücke schließen will, ohne gegen diese Klausel zu verstoßen, ist offen.

Erschwerend kommt ein laufendes Aktienrückkaufprogramm hinzu. Seit dem 15. April darf European Lithium bis zu zehn Prozent des ausgegebenen Kapitals zurückkaufen — ein Volumen von rund A$12,6 Millionen. Jede zurückgekaufte Aktie wird eingezogen, was die Liquiditätslücke weiter vergrößert.

Wolfsberg unter Druck

Parallel zur Fusionsungewissheit kämpft das Flaggschiffprojekt des Unternehmens mit einem Rückschlag. Österreichs Bundesverwaltungsgericht hat eine zentrale Umweltgenehmigung für das Wolfsberg-Lithiumprojekt in Kärnten aufgehoben. Die Behörden müssen die Umweltverträglichkeit nun nach strengeren Maßstäben neu bewerten — jedes Projekt wird künftig individuell geprüft, unabhängig von der Fläche.

Der finale Investitionsentscheid verschiebt sich damit auf frühestens Ende 2026. Die Bergbaulizenz läuft bis Anfang 2028, der Abnahmevertrag mit BMW bleibt bestehen. Das mildert den Rückschlag, beseitigt ihn aber nicht.

Übernahmestruktur und Zeitplan

Im Rahmen der geplanten Transaktion würde Critical Metals Corp. sämtliche Aktien und Optionen von European Lithium übernehmen. EUR-Aktionäre erhielten 0,035 CRML-Aktien je EUR-Aktie. Die Hauptversammlungsabstimmung ist für das dritte Quartal 2026 vorgesehen, ein Abschluss noch vor Jahresende wäre theoretisch möglich.

European Lithium erwirtschaftete in den vergangenen zwölf Monaten einen Umsatz von umgerechnet rund 700.000 US-Dollar — ein Wachstum von 61 Prozent, aber auf einer sehr schmalen Basis. Das Unternehmen schreibt weiterhin Verluste.

Mit dem Aktionärsvotum im dritten Quartal 2026 im Blick wird die Zeit knapper. Solange die A$24-Millionen-Lücke ungelöst bleibt und Wolfsberg auf eine neue Genehmigung wartet, hängt der Abschluss an zwei gleichzeitig offenen Fronten.

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