Wenige Wochen vor dem geplanten Start der Pilotanlage im grönländischen Qaqortoq steht European Lithium vor einer entscheidenden Hürde: Die grönländischen Behörden müssen noch die erhöhte Beteiligung von Critical Metals Corp am Tanbreez-Projekt genehmigen. Ohne dieses grüne Licht aus Nuuk könnte der Zeitplan ins Wanken geraten.
Pilotanlage im Countdown
Der Startschuss für die Pilotanlage ist für Mai 2026 geplant, gefolgt von einer 150-Tonnen-Bulkprobe im Juni. Erste Konzentrate sollen anschließend von potenziellen Abnehmern aus der EU, den USA und Saudi-Arabien bewertet werden. Der Bau läuft bereits — der lokale Auftragnehmer 60° North Greenland trägt die Verantwortung für Engineering, Logistik und Konstruktion. Die Anlage wurde eigens für arktische Bedingungen ausgelegt, inklusive Schnee- und Windlasten sowie Frostschutz.
Auf der technischen Seite liefern jüngste Testergebnisse Rückendeckung. Metallurgische Tests bei Fremantle Metallurgy in Perth, die im März 2026 veröffentlicht wurden, erzielten einen TREO- und HREO-Konzentratgehalt von 2,96 % — rund 40 % mehr als bei früheren Tanbreez-Ergebnissen aus dem Jahr 2016. Die Rückgewinnungsraten lagen dabei über 85 %.
Rückkauf, Rückenwind — und ein Vorbehalt
Parallel zum operativen Fortschritt hat der Vorstand ein Aktienrückkaufprogramm aufgelegt, das vom 15. April bis zum 15. Oktober 2026 läuft. Bis zu zehn Prozent des ausgegebenen Kapitals dürfen zurückgekauft werden. Als Begründung nennt das Unternehmen, dass der aktuelle Kurs den inneren Wert des Unternehmens nicht widerspiegele. Am 8. April notierte die Aktie bei 0,240 AUD — nach einem Anstieg von mehr als 450 % innerhalb der vergangenen zwölf Monate.
Geopolitisch weht der Wind ebenfalls günstiger: Der am 19. März angekündigte US-japanische Aktionsplan für kritische Mineralien sieht Preisuntergrenzen vor, die alliierte Lieferketten vor chinesischen Staatssubventionen schützen sollen. Zusätzlich hat die US-amerikanische Export-Import Bank ein Finanzierungsinteresse von bis zu 120 Millionen US-Dollar für das Tanbreez-Projekt signalisiert — mit einer Laufzeit von 15 Jahren.
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Ein gewichtiger Vorbehalt bleibt jedoch bestehen: Die Jahresabschlüsse für 2024 und 2025 enthielten Going-Concern-Vermerke der Wirtschaftsprüfer. Negatives Nettoumlaufvermögen und anhaltende operative Verluste begründen diese Zweifel an der Fortführungsfähigkeit des Unternehmens.
Wolfsberg wartet weiter
Das Lithiumprojekt Wolfsberg in Österreich kommt unterdessen langsamer voran als erwartet. Einwände von Anwohnern verzögern die Umweltprüfungen; die finale Investitionsentscheidung mit dem saudi-arabischen Partner Obeikan wurde auf Ende 2026 verschoben. Die österreichischen Behörden haben die Bergbaulizenz um zwei Jahre verlängert, um mehr Zeit für Finanzierung und Genehmigungen zu schaffen.
Ob die grönländischen Regulatoren die erweiterte Rolle von Critical Metals Corp noch vor dem Mai-Starttermin absegnen, entscheidet darüber, ob der ambitionierte Zeitplan hält oder das Projekt seinen ersten großen Rückschlag einstecken muss.
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