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European Lithium: 154.012 neue Aktien zugelassen

European Lithium und Critical Metals Corp. treiben Fusion voran, doch eine Liquiditätslücke von 24 Mio. AUD gefährdet den Zeitplan.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Exklusivitätsvereinbarung bis Mai verlängert
  • Aktientausch im Wert von 835 Mio. USD
  • Fehlbetrag von 24 Mio. AUD bei Liquidität
  • Aktionärsabstimmung für Q3 2026 geplant

Der Zusammenschluss von European Lithium und Critical Metals Corp. nimmt konkretere Formen an — und stößt gleichzeitig an eine strukturelle Grenze, die den Zeitplan gefährden könnte.

Am 7. Mai 2026 verlängerten beide Unternehmen ihre Exklusivitätsvereinbarung, um die Ausarbeitung eines bindenden Fusionsvertrags abzuschließen. Die gegenseitige Due-Diligence-Prüfung ist abgeschlossen. Die Transaktionskonditionen bleiben unverändert gegenüber dem indikativen Angebot vom 27. April.

Wie der Deal aussieht

Die Struktur ist ein reiner Aktientausch. Critical Metals Corp. (Nasdaq: CRML) würde 100 Prozent der European-Lithium-Aktien übernehmen — EUR-Aktionäre erhielten je Aktie 0,035 neue CRML-Aktien. Inhaber der an der ASX notierten European-Lithium-Optionen bekämen CRML-Aktien auf Basis des inneren Optionswerts. Auf Grundlage der Schlusskurse vom 22. April beläuft sich der Gesamtwert der Transaktion auf rund 835 Millionen US-Dollar.

Der strategische Kern: European Lithium hält bereits 34 Prozent an Critical Metals, die wiederum 92,5 Prozent am Tanbreez-Projekt in Südgrönland besitzen. Eine Vollverschmelzung würde diese verschachtelte Beteiligungsstruktur auflösen und EUR-Aktionären rund 45 Prozent am kombinierten Unternehmen sichern. Tanbreez gilt als eines der größten Seltenerdelager der Welt — und gewinnt angesichts westlicher Bemühungen, Lieferketten für kritische Mineralien unabhängiger von China zu gestalten, zunehmend strategische Bedeutung.

Die Lücke im Kassenbestand

Hier liegt das Problem. Eine der Abschlussbedingungen verlangt, dass European Lithium zum Stichtag über eine Nettoliquidität von mindestens 330 Millionen australischen Dollar verfügt. Ende März wies die Bilanz lediglich 306 Millionen australische Dollar aus — ein Fehlbetrag von rund 24 Millionen.

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Frisches Kapital lässt sich während der laufenden Exklusivitätsphase nicht aufnehmen. Das ist vertraglich ausgeschlossen. Erschwerend kommt ein seit Mitte April laufendes Aktienrückkaufprogramm hinzu, das bis zu zehn Prozent des ausgegebenen Kapitals für rund 12,6 Millionen australische Dollar zurückkauft — jede eingezogene Aktie vergrößert die Lücke weiter.

Zeitplan und nächste Schritte

Gelingt die Einigung auf den Scheme Implementation Deed, sollen die Aktionärsabstimmungen im dritten Quartal 2026 stattfinden. Ein Abschluss wäre dann noch im zweiten Halbjahr möglich. Die European-Lithium-Aktie notierte am 7. Mai bei 0,480 australischen Dollar — nahe ihrem 52-Wochen-Hoch.

Ob die Finanzierungslücke bis zum Abschluss geschlossen werden kann, ohne die Exklusivitätsbedingungen zu verletzen, bleibt die entscheidende offene Variable. Das Management hat angekündigt, den Markt kontinuierlich über den Fortgang der Verhandlungen zu informieren.

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