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Symbolbild, KI-generiert

European Lithium: 137% Prämie im Critical-Metals-Deal

Critical Metals bietet 835 Millionen Dollar für European Lithium. Der Deal scheitert fast an einer Finanzierungslücke von 24 Millionen Dollar.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Übernahmeangebot über 835 Millionen Dollar
  • Frist bis 7. Mai für Vertragsabschluss
  • Fehlende 24 Millionen Dollar blockieren Deal
  • Fusion bündelt Seltene-Erden-Projekt in Grönland

European Lithium steht vor einer entscheidenden Frist. Bis zum 7. Mai muss das Unternehmen einen verbindlichen Übernahmevertrag mit Critical Metals aushandeln. Das geplante Aktiengeschäft würde einen neuen Schwergewichtler für seltene Erden schaffen. Ein finanzielles Detail blockiert jedoch den Abschluss.

Ende der Überkreuzbeteiligung

Critical Metals bietet rund 835 Millionen US-Dollar für alle ausstehenden Aktien von European Lithium. Aktionäre erhalten 0,035 Critical-Metals-Aktien für jedes eigene Papier. Das entspricht einem massiven Aufschlag auf den letzten Schlusskurs.

Der geplante Zusammenschluss löst eine komplexe Eigentümerstruktur auf. European Lithium hält derzeit 34 Prozent an Critical Metals. Diese Papiere will der Käufer nach Abschluss annullieren. Das reduziert die Verwässerung. Aktionäre erhalten dadurch einen direkten Zugang zur US-Börse Nasdaq.

Fokus auf Grönland

Strategisches Herzstück des Deals ist das Tanbreez-Projekt in Grönland. Critical Metals besitzt bereits 92,5 Prozent dieser Lagerstätte für schwere seltene Erden. European Lithium hält die restlichen Anteile. Die Fusion bündelt das Projekt nun unter einem Dach.

Das Timing ist kein Zufall. Ab 2027 verbieten die USA chinesische Magnete in ihren Rüstungsgütern. Westliche Regierungen suchen dringend nach alternativen Lieferketten für Metalle wie Terbium und Dysprosium. Die Pilotanlage in Qaqortoq steht bereits. Der operative Start im Mai hängt nur noch von der finalen Genehmigung ab.

Die finanzielle Lücke

Bis zum 7. Mai laufen die exklusiven Verhandlungen. Der Zeitdruck ist enorm. Eine zentrale Bedingung fordert von European Lithium liquide Mittel in Höhe von mindestens 330 Millionen Australischen Dollar. Ende März lagen jedoch nur rund 306 Millionen Dollar in der Kasse.

Die Lücke von 24 Millionen Dollar erweist sich als problematisch. European Lithium hat sich vertraglich gebunden. Das Unternehmen darf während der Exklusivitätsphase weder neues Eigenkapital aufnehmen noch Schulden machen. Konkurrenzangebote sind ebenfalls tabu.

Finden die Parteien bis zum Stichtag eine Lösung, folgt im dritten Quartal 2026 die Abstimmung der Aktionäre. Ein positiver Beschluss würde die Transaktion in der zweiten Jahreshälfte abschließen. Das Resultat wäre ein neuer westlicher Rohstoffkonzern mit direkter Nasdaq-Notierung.

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