Startseite » Europa-Märkte » Euro fällt zum Wochenauftakt erneut unter 1,12 US-Dollar
Symbolbild, KI-generiert

Euro fällt zum Wochenauftakt erneut unter 1,12 US-Dollar

Schwache Konjunkturaussichten und Frankreichs Finanzlage drücken den Euro; US-Inflationsdaten könnten die Zinserwartungen beeinflussen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Euro notiert bei 1,1175 Dollar
  • Europäische Konjunktursorgen belasten die Gemeinschaftswährung
  • Frankreichs Staatsfinanzen bleiben ein Belastungsfaktor
  • US-Inflationsdaten am Mittwoch erwartet

Der Euro findet zum Wochenstart keinen festen Halt und ist erneut unter die Marke von 1,12 US-Dollar gerutscht. Dahinter steht eine Mischung aus trüben europäischen Konjunkturaussichten, anhaltenden Sorgen um Frankreichs Staatsfinanzen und einer veränderten Zinsstimmung an den Devisenmärkten. Am Nachmittag notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,1175 Dollar, nachdem sie am Morgen noch knapp über der Marke notiert hatte.

Belastungsfaktoren aus Europa und den USA

Bereits in der vergangenen Woche fiel der Euro erstmals seit rund anderthalb Jahren unter 1,12 Dollar. Marktbeobachter der Landesbank Helaba führen diese Schwächephase vor allem auf die Kombination aus schwachen Konjunkturdaten in Europa und den Sorgen um die französische Finanzlage zurück.

Parallel dazu spielen Zinsspekulationen in den USA eine zentrale Rolle. Nach Einschätzung der Helaba-Experten präsentiert sich die Zinsfantasie inzwischen zwar etwas gedämpfter als zuvor, die spürbare Verunsicherung der Anleger lastet jedoch weiterhin auf der Gemeinschaftswährung. Die Europäische Zentralbank setzte den offiziellen Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1181 Dollar fest, nach 1,1206 Dollar am vorangegangenen Freitag.

Warten auf wichtige Preisdaten

Mangels neuer Konjunkturberichte pendelte der Euro im Tagesverlauf über weite Strecken ohne klare Richtung um die Marke von 1,12 Dollar. Stärkere Impulse fehlten im europäischen Handel vollständig.

Neue Orientierung verspricht der Mittwoch, an dem die Veröffentlichung der aktuellen US-Inflationsdaten auf dem Programm steht. Diese Kennzahlen dürften über die kurzfristigen Zinserwartungen entscheiden und darüber, ob der Euro seinen jüngsten Abwärtstrend vorerst bremsen kann.

Felix Baarz

Felix Baarz arbeitet seit 2016 als Wirtschaftsjournalist und gehört zur Redaktion der YES Investmedia GmbH.Unter seinem Namen erscheinen auf Kapitalmarktexperten seit August 2026 Beiträge zu Analystenstimmen, Quartalszahlen und Übernahmen sowie Marktberichte zu DAX und europäischen Märkten.Quellen dieses Ressorts: Analystenstudien und Researchmitteilungen der Häuser, Quartals- und Geschäftsberichte, Angebotsunterlagen und Pflichtmitteilungen bei Übernahmen, Kurs- und Handelsdaten der Börsenplätze sowie Meldungen der Nachrichtenagenturen.Einordnung: Analystenurteile und Kursziele erscheinen als Aussage der jeweiligen Häuser, nicht als Bewertung der Redaktion. Kurs- und Unternehmensangaben geben den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder.