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Ethereum: Morgan Stanley unterbietet mit 0,14 Prozent

Ethereum Foundation verzeichnet zahlreiche Abgänge, während Morgan Stanley mit günstigen ETFs auf den Markt drängt. Analysten sehen positive Signale für die Kryptowährung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Mehrere Führungskräfte verlassen Ethereum Foundation
  • Morgan Stanley plant Ethereum-ETF mit niedriger Gebühr
  • ETF-Angebot beinhaltet Staking-Komponente
  • Kurs von Ethereum gibt leicht nach

Die Ethereum-Community erlebt gerade zwei gegenläufige Entwicklungen. Während die Ethereum Foundation eine Serie von Abgängen auf Führungsebene verkraftet, drängen große Vermögensverwalter mit aggressiven neuen ETF-Angeboten auf den Markt. Der Kurs reagiert verhalten: Aktuell notiert Ethereum bei 1.687,97 US-Dollar, ein Minus von 3,43 Prozent am heutigen Freitag.

Personalbeben an der Spitze

Am 18. Juni bestätigte die Ethereum Foundation den Rücktritt von Hsiao-Wei Wang. Sie war Co-Executive Director und Vorstandsmitglied. Ihr Abgang folgt auf eine Auszeit – und ist der zweite Weggang eines Co-Executive Directors in diesem Jahr. Bereits im Februar hatte Tomasz Stańczak das Amt niedergelegt.

Die Liste der Abgänge ist lang. Rund acht Führungskräfte haben die Stiftung in den letzten fünf Monaten verlassen. Insgesamt zählt das Jahr 2026 bereits 19 Austritte. Vorstandsmitglied Bastian Aue hat nun übergangsweise eine erweiterte Führungsrolle übernommen.

Mitgründer Vitalik Buterin hatte zuvor angekündigt, die Stiftung schlanker aufstellen zu wollen. Sein Ziel: ein fokussierter Knoten im dezentralen Ethereum-Netzwerk – kein schwerfälliger Apparat mehr.

Morgan Stanley unterbietet die Konkurrenz

Parallel zum Umbau an der Spitze zeigt die Wall Street wachsendes Interesse. Morgan Stanley reichte am selben Tag überarbeitete S-1-Registrierungserklärungen für Ethereum- und Solana-ETFs ein. Der Clou: eine Managementgebühr von nur 0,14 Prozent pro Jahr.

Damit unterbietet Morgan Stanley alle aktuellen Anbieter. Der Grayscale Mini Ethereum Trust verlangt 0,15 Prozent, der Franklin Templeton SOEZ sogar 0,19 Prozent. Ein klares Signal: Der Preiskampf um institutionelles Geld in Krypto-ETFs ist voll entbrannt.

Der geplante ETF enthält zudem eine Staking-Komponente. 95 Prozent der Staking-Erträge sollen an den Fonds fließen, fünf Prozent an Dienstleister wie Figment, Galaxy Blockchain Infrastructure und Coinbase Canada. Das Modell zielt darauf ab, die Rendite zu steigern – trotz Netzwerküberlastung. Rund 3,64 Millionen Ethereum befanden sich Mitte Mai in der Aktivierungs-Warteschlange.

Analysten sehen positive Signale

Bloomberg-ETF-Spezialist James Seyffart wertet die überarbeiteten Anträge als gutes Zeichen. Sie deuteten auf konstruktive Gespräche mit der US-Börsenaufsicht SEC hin.

Die beiden Entwicklungen zeigen die aktuelle Spannung im Ethereum-Ökosystem. Einerseits verschlankt die Stiftung ihre Struktur und konzentriert sich auf Kernziele wie Zensurresistenz, Privatsphäre und Sicherheit. Andererseits entstehen günstigere, staking-fähige Anlagevehikel für institutionelle Anleger. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob sich diese beiden Stränge positiv verbinden lassen – oder ob der interne Umbau die Marktdynamik bremst.

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