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Ethereum: Lazarus-Hack erschüttert DeFi!

Ein massiver Hackerangriff auf Kelp DAO verursacht massive Liquiditätsabflüsse im DeFi-Sektor, während Großinvestor BitMine Ether im großen Stil akkumuliert. Die Netzwerkaktivität erreicht trotz der Turbulenzen neue Höchststände.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kelp DAO verliert 300 Millionen US-Dollar durch Hack
  • BitMine kauft über 100.000 Ether für 234 Millionen
  • DeFi-Markt verliert 13 Milliarden US-Dollar an TVL
  • Transaktionen im Netzwerk erreichen Allzeithoch

Auf der einen Seite fließen dreistellige Millionenbeträge von institutionellen Investoren in den Markt. Auf der anderen Seite legt ein massiver Hackerangriff Teile des dezentralen Finanzwesens lahm. Bei Ethereum prallen derzeit extreme Gegensätze aufeinander. Das Netzwerk durchlebt eine Woche der Extreme.

Nordkoreanische Hacker plündern Kelp DAO

Zwischen dem 18. und 20. April verlor das Liquid-Restaking-Protokoll Kelp DAO fast 300 Millionen US-Dollar. Sicherheitsexperten machen die nordkoreanische Lazarus-Gruppe für den Exploit verantwortlich. Ein Konfigurationsfehler diente offenbar als Einfallstor. Die Folgen für die dezentralen Finanzmärkte (DeFi) waren unmittelbar spürbar.

Das Lending-Protokoll Aave fror seine rsETH-Märkte sofort ein. Dem Projekt drohen nun faule Kredite in dreistelliger Millionenhöhe. Parallel dazu zogen verunsicherte Nutzer massiv Liquidität ab. Der Gesamtwert der im Netzwerk gebundenen Anlagen (TVL) brach um rund 13 Milliarden US-Dollar ein.

BitMine kauft aggressiv zu

Währenddessen nutzen Großinvestoren die Unruhe. BitMine Immersion Technologies erwarb in der vergangenen Woche über 100.000 Ether für rund 234 Millionen US-Dollar. Es ist der größte Zukauf des Unternehmens seit Ende 2025. Damit hält die Firma nun knapp fünf Millionen Token.

Das entspricht gut vier Prozent des gesamten zirkulierenden Angebots. Ein Großteil dieser Bestände ist über Plattformen gesperrt und generiert Staking-Renditen von fast drei Prozent. Chairman Tom Lee wertet die aggressive Akkumulation als Signal. Er sieht ein mögliches Ende des jüngsten Krypto-Winters.

Rekordaktivität trotz Kursverlusten

Ungeachtet der DeFi-Turbulenzen läuft die technische Infrastruktur auf Hochtouren. Die täglichen Transaktionen erreichten ein neues Allzeithoch von 3,6 Millionen. Flankiert wird dies vom Start des Entwicklernetzwerks „Glamsterdam“. Dieses Upgrade soll die Kapazität künftig auf 10.000 Transaktionen pro Sekunde skalieren.

Am Markt spiegelt sich diese fundamentale Stärke nur bedingt wider. Aktuell notiert Ether bei rund 2.322 US-Dollar. Seit Jahresbeginn steht damit ein Minus von gut 22 Prozent auf der Anzeigetafel. Der Relative-Stärke-Index (RSI) zeigt sich mit einem Wert von rund 52 neutral.

Technisch bewegt sich der Kurs in einer kritischen Zone. Die Marke von 2.400 US-Dollar fungiert als primärer Widerstand. Gelingt hier ein bestätigter Ausbruch, rückt das nächste Level bei 2.721 US-Dollar in den Fokus. Fällt der Preis unter die aktuelle Unterstützung, droht ein weiterer Rücksetzer.

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