Monatelang feierten Investoren das nächste große Ethereum-Update. Parallel pumpten institutionelle Anleger viel Geld in Krypto-ETFs. Jetzt dreht der Wind auf beiden Seiten. Die Entwickler kämpfen mit der Komplexität des Glamsterdam-Upgrades, während das große Geld plötzlich den Rückzug antritt.
Das geplante Glamsterdam-Update gilt als eines der ehrgeizigsten Projekte der Ethereum-Geschichte. Es zielt auf die Basisarchitektur ab. Das Netzwerk soll schneller und effizienter arbeiten. Ein zentraler Baustein ist die sogenannte ePBS-Funktion. Sie trennt die Blockproduktion in zwei Schritte auf und verbannt externe Mittelsmänner. Das macht das System sicherer.
Die Programmierer tun sich bei der Technik allerdings schwer. Jeder Teil der Software muss an die neue Block-Logik angepasst werden. Die Folge: Der anvisierte Starttermin im Juni 2026 wackelt massiv. Marktbeobachter rechnen realistisch erst im späten Jahresverlauf mit dem Upgrade.
ETF-Zuflüsse reißen ab
Auf der Finanzseite trübt sich das Bild ebenfalls ein. US-Spot-ETFs auf Ethereum verzeichneten zuletzt Nettoabflüsse von knapp 76 Millionen US-Dollar. Damit endete eine bemerkenswerte Serie. Zuvor hatten diese Fonds zehn Tage in Folge frisches Kapital angelockt. Insgesamt flossen in dieser Phase hunderte Millionen US-Dollar in die Anlageprodukte.
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Abseits der Börsen kühlt die echte Nutzung des Netzwerks spürbar ab. Die wöchentlichen Einnahmen aus dezentralen Anwendungen fielen im April auf etwa 13 Millionen US-Dollar. Das entspricht einer Halbierung innerhalb von sechs Monaten. Diese fundamentale Schwäche spiegelt sich im Kurs wider. Aktuell notiert Ether bei rund 2.330 US-Dollar. Seit Jahresbeginn hat die Kryptowährung damit gut 22 Prozent an Wert verloren.
Staking stützt das Angebot
Einen Puffer gegen weiteren Preisverfall bietet das Staking. Große Akteure wie Grayscale und Bitmine haben zuletzt weitere Bestände gesperrt. Mittlerweile liegen knapp 39 Millionen Token fest in Staking-Verträgen. Das entspricht rund einem Drittel des gesamten Ethereum-Angebots. Diese Token stehen dem Markt vorerst nicht für Verkäufe zur Verfügung.
Die Ethereum-Stiftung hält derweil an ihrem langfristigen Fahrplan fest. Bis 2029 plant das Team rund sieben weitere Netzwerk-Forks. Das Ziel: Transaktionsraten von bis zu 10.000 Schritten pro Sekunde. Bis dahin muss das Netzwerk jedoch die Hürde Glamsterdam meistern und das schwindende Interesse der ETF-Investoren auffangen.
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