Die EssilorLuxottica Aktie gerät zum Wochenstart unter erheblichen Verkaufsdruck. Eine milliardenschwere Patentklage in den USA und eine Kurszielsenkung durch Barclays treffen den Brillenhersteller gleichzeitig. Der Titel setzt seine jüngste Schwächephase fort und nähert sich kritischen charttechnischen Marken.
Patentklage trifft Wachstumstreiber
Ein massiver Rechtsstreit belastet die Stimmung. Das Unternehmen Solos Technology Ltd. hat Klage gegen EssilorLuxottica und dessen Partner Meta Platforms eingereicht. Der Vorwurf: Verletzung mehrerer Patente im Bereich der Smart-Eyewear-Technologie. Betroffen sind Kernfunktionen in den Ray-Ban-Meta-Modellen und neuen Oakley-Produkten.
Die Kläger fordern Schadensersatz in Milliardenhöhe. Da intelligente Brillen als wichtigster Wachstumstreiber des Konzerns gelten, reagiert der Markt sensibel. Ein möglicher Verkaufsstopp oder hohe Lizenzzahlungen könnten die Margen in diesem Zukunftssegment deutlich belasten.
Barclays dämpft Erwartungen
Zusätzlichen Abgabedruck erzeugte eine Anpassung der britischen Investmentbank Barclays. Die Analysten senkten am Montagabend das Kursziel auf 350 Euro. Sie beließen die Einstufung zwar auf „Overweight“, doch die Korrektur signalisiert gedämpfte Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr.
Anleger werten diesen Schritt als Hinweis auf eine bevorstehende Wachstumsverlangsamung. Der Spielraum für positive Überraschungen bei den anstehenden Jahreszahlen scheint geschrumpft. Der Titel notiert bereits deutlich unter seinem 50-Tage-Durchschnitt, was den Abwärtstrend technisch untermauert.
Die wesentlichen Fakten im Überblick:
* Die Aktie verlor zum Wochenstart rund 2,9 %.
* Barclays senkte das Kursziel auf 350 Euro.
* Eine Milliardenklage im Bereich Smart Glasses ist anhängig.
* Die Jahreszahlen für 2025 werden am 11. Februar veröffentlicht.
Marketing-Offensive gegen negative Schlagzeilen
Gegen die belastende Nachrichtenlage startet EssilorLuxottica eine großangelegte Marketingkampagne. Gemeinsam mit Meta will das Unternehmen die „Oakley Meta“ Smart Glasses während des kommenden Super Bowls bewerben – unter der Regie von Spike Lee und mit der Athletin Sunny Choi.
Das Ziel ist klar: die Marktführerschaft im Wearable-Sektor zu festigen, bevor Wettbewerber wie Apple weitere Anteile gewinnen. Ob diese kostspielige Offensive die rechtlichen und analystenseitigen Sorgen übertönen kann, bleibt jedoch fraglich.
Charttechnisch auf Talfahrt
Die charttechnische Lage hat sich verschlechtert. Über die letzten drei Monate verzeichnete die Aktie einen Rückgang von fast 15 %. Aktuell testet der Kurs die Unterstützung bei 263,40 Euro. Ein nachhaltiger Durchbruch dieser Marke könnte weitere Abverkäufe bis in den Bereich von 250 Euro auslösen.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei 52 Punkten. Das deutet darauf hin, dass die Aktie trotz der Verluste noch nicht als überverkauft gilt. Ein technischer Aufholer ist ohne neue positive Impulse daher vorerst nicht in Sicht. Die nächste wesentliche Wegmarke sind die Jahreszahlen am 11. Februar.
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