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Symbolbild, KI-generiert

EssilorLuxottica Aktie: Goldman-Keule!

Stellest 2.0 zeigt Behandlungseffekte; Goldman Sachs senkt das Kursziel, während Jefferies seine Kaufempfehlung bestätigt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Stellest 2.0 mit messbaren Behandlungseffekten
  • Neue Ray-Ban-Modelle mit Meta-KI
  • Goldman Sachs senkt Ziel auf 165 Euro
  • Jefferies hält an 250 Euro fest

Im Schatten der Debatte um vernetzte Brillen treibt EssilorLuxottica die medizinische Augenoptik voran. Am Dienstag legte der Konzern Sechs-Monats-Zwischenergebnisse einer randomisierten, doppelblinden Studie aus China zur Gläsergeneration Essilor Stellest 2.0 bei kurzsichtigen Kindern vor.

Im Vergleich zu herkömmlichen Einstärkengläsern lag der durchschnittliche Behandlungseffekt bei 0,51 Dioptrien für das Fortschreiten der Myopie sowie bei 0,21 Millimetern für die axiale Elongation.

Das Unternehmen wies zugleich darauf hin, dass der Vergleich mit früheren Ergebnissen der ersten Produktgeneration keinen formellen statistischen Vergleich zwischen getrennten Studien darstellt. Dennoch unterstreichen die Daten das Bestreben des Optikkonzerns, seine führende Stellung bei therapeutischen Brillengläsern durch klinische Forschung abzusichern.

Technologieoffensive trifft auf Analystenskepsis

Parallel zu den augenmedizinischen Fortschritten forciert das Unternehmen das Segment vernetzter Brillen. Am Donnerstag präsentierten EssilorLuxottica und Meta Platforms auf der Konferenz Meta Connect neue Produktlinien.

Vorgestellt wurden die dritte Generation der Ray-Ban Meta sowie die kamerafreie Ausführung Ray-Ban Meta Audio. Beide Modellreihen werden künftig durch den KI-Assistenten Muse von Meta unterstützt. Bis zum Jahresende planen die Partner, mehr als 100 unterschiedliche Modellvarianten in zusätzlichen Märkten anzubieten.

An den Finanzmärkten stößt diese zweigleisige Ausrichtung jedoch auf ein geteiltes Echo. Goldman Sachs stufte die Aktie am Freitag weiterhin mit Neutral ein und senkte das Kursziel von 200 auf 165 Euro.

Analyst Richard Felton begründete seine Zurückhaltung mit größerer Skepsis hinsichtlich der Aussichten für smarte Brillen, nachdem Meta eine eigene Marke eingeführt hat. In der Konsequenz strich Felton seine Erwartungen an das Umsatzwachstum um bis zu 170 Basispunkte zusammen.

Zudem kappte die US-Bank die Gewinnschätzungen bis zum Jahr 2028 um bis zu 7 Prozent. Deutlich zuversichtlicher äußerte sich dagegen Jefferies am Donnerstag: Das Analysehaus bekräftigte seine Kaufempfehlung für die Aktie und hält an einem Kursziel von 250 Euro fest.

Rückkäufe vor den nächsten Umsatzzahlen

Um das Vertrauen der Aktionäre zu stärken, trat das Management am Aktienmarkt als Käufer auf. Am 21. September gab EssilorLuxottica bekannt, am 18. September insgesamt 287.000 eigene Anteilsscheine erworben zu haben. Der gewichtete Durchschnittspreis für diese Transaktionen belief sich auf 139,2931 Euro je Aktie.

Der Zukauf eigener Aktien erfolgt in einer Phase, in der Anleger vor allem auf belastbare operative Zahlen warten. Die Aufmerksamkeit richtet sich dabei auf den anstehenden Quartalsausweis, der Aufschluss über die tatsächliche Nachfrage im traditionellen Brillengeschäft und im Technologiesegment geben soll.

Am Freitag ging das Papier bei 144,80 Euro aus dem Handel, was seit Jahresanfang einem Kursrückgang von 47 Prozent entspricht. Neue Orientierung verspricht der 19. Oktober: An diesem Datum sieht der Finanzkalender des Konzerns die Veröffentlichung der Umsatzerlöse für das dritte Quartal 2026 vor.

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