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Symbolbild, KI-generiert

Erste Group Aktie: Übernahme schluckt Dividende

Die Erste Group finanziert ihre Akquisition in Polen aus eigenen Mitteln, was die Dividende stark reduziert, während das operative Geschäft weiterhin robuste Ergebnisse liefert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Dividende sinkt von 3,00 auf 0,75 Euro je Aktie
  • Übernahme wird vollständig eigenfinanziert
  • Operativer Nettogewinn steigt auf 3,5 Milliarden Euro
  • Wichtige Termine für Dividendenanspruch im April 2026

Starke operative Zahlen, aber ein herber Rückschlag für Einkommensinvestoren. Auf der heutigen Hauptversammlung in Wien stimmt die Erste Group über die Gewinnverwendung für 2025 ab. Die ehrgeizige Expansion in Polen geht nun direkt zulasten der Aktionäre.

Teure Expansion

Die Dividende schrumpft drastisch von 3,00 auf 0,75 Euro je Aktie. Damit sinkt die Ausschüttungsquote auf magere zehn Prozent. Der Grund dafür liegt in der vollständigen Eigenfinanzierung der kürzlich getätigten Polen-Akquisition.

Die Bank stemmt den Deal komplett aus eigenen Mitteln. Das drückt die harte Kernkapitalquote im ersten Quartal 2026 um beträchtliche 460 Basispunkte. Parallel dazu belasten Integrationskosten und bilanzielle Neubewertungen das Ergebnis mit fast einer halben Milliarde Euro.

Hinzu kommen hohe Bankenabgaben in Ungarn und Rumänien. Diese schlagen operativ mit weiteren rund 450 Millionen Euro zu Buche.

Wer sich die verbleibende Ausschüttung sichern möchte, muss den engen Zeitplan beachten:
– 21. April 2026: Letzter Handelstag mit Dividendenanspruch (Cum-Tag)
– 22. April 2026: Erster Handelstag ohne Dividendenanspruch (Ex-Tag)
– 23. April 2026: Nachweisstichtag (Record Date)
– 24. April 2026: Auszahlung der Dividende

Robuste Basis

Abseits der Übernahmekosten liefert das operative Geschäft ein robustes Bild. Der Nettogewinn kletterte im abgelaufenen Jahr auf 3,5 Milliarden Euro. Im Vorjahr standen hier noch 3,1 Milliarden Euro in den Büchern.

Das Kreditvolumen wuchs auf 232 Milliarden Euro an. Auch der Zinsüberschuss legte spürbar zu und erreichte 7,8 Milliarden Euro. Die Eigenkapitalrendite verbesserte sich auf starke 16,6 Prozent.

Für das laufende Jahr gibt sich der Vorstand angriffslustig. Unter Einbeziehung des polnischen Marktes soll das Kreditvolumen die Marke von 285 Milliarden Euro überschreiten. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll um mehr als 20 Prozent steigen.

Der nächste Härtetest folgt bereits am 30. April mit den Zahlen zum ersten Quartal. Dieser Bericht enthält erstmals die konsolidierten Ergebnisse der polnischen Tochter. Dann wird sichtbar, ob die harte Kernkapitalquote den geplanten Erholungspfad in Richtung der anvisierten 14,25 Prozent einschlägt.

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