Rekordgewinne in den Büchern, aber ein drastischer Einschnitt bei der Ausschüttung. Bei der Erste Group klaffen operative Stärke und Aktionärsrendite in diesem Jahr bewusst auseinander. Die Bank vollzieht aktuell den größten Kraftakt ihrer jüngeren Geschichte. In den kommenden Tagen ballen sich die richtungsweisenden Ereignisse.
Harter Schnitt und neues Kaufprogramm
Am Mittwoch, den 22. April, wird die Aktie ex-Dividende gehandelt. Aktionäre erhalten diesmal 0,75 Euro je Anteilsschein. Das entspricht einem Rückgang von 75 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Grund für den drastischen Schnitt liegt in Polen: Das Management hat die Übernahme der dortigen Santander-Tochter vollständig aus einbehaltenen Gewinnen gestemmt.
Flankierend zum Dividendenbeschluss greift ein neues Instrument für die Aktionärsstruktur. Die Hauptversammlung hat österreichischen Sparkassen grünes Licht für ein Erwerbsprogramm gegeben. Diese dürfen ab Ende April bis November 2028 knapp 813.000 Aktien der Erste Group über die Börse oder außerbörslich aufkaufen.
Der Preis der Expansion
Am Kapitalmarkt kommt die aggressive Expansionsstrategie hervorragend an. Mit einem satten Kursplus von gut 20 Prozent im vergangenen Monat notiert das Papier aktuell bei 107,10 Euro. Damit bewegt sich der Titel in unmittelbarer Schlagdistanz zum Jahreshoch.
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Der Zukauf hinterlässt jedoch tiefe Spuren in der Bilanz. Die harte Kernkapitalquote sinkt im laufenden Quartal um rund 460 Basispunkte. Ausgehend von komfortablen 19,3 Prozent zum Jahresende schmilzt das Polster spürbar ab, bleibt aber über der internen Zielquote von 14,25 Prozent.
Rebranding und Quartalszahlen
Unmittelbar nach der Dividendenauszahlung startet die sichtbare Integration. Ab dem 24. April erhalten fast 500 polnische Filialen und 1.400 Geldautomaten das rote Erste-Logo.
Am 30. April präsentiert der Vorstand die Zahlen für das Auftaktquartal. Dieser Bericht liefert erstmals die vollständige polnische Tochter inklusive der tatsächlichen Belastung der Kapitaldecke. Das Management plant für das Gesamtjahr ambitioniert und peilt einen um mehr als 20 Prozent höheren bereinigten Gewinn je Aktie an.
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