Für rund 200.000 Kunden der Salzburger Sparkasse bleibt der Bildschirm am Pfingstwochenende schwarz. Die Erste Group führt die IT-Systeme ihrer Tochter mit der Muttergesellschaft zusammen. Ein operativer Kraftakt. Ziel ist eine einheitliche technische Basis für die gesamte Gruppe.
Seit Freitagabend ist das Online-Banking-System „George“ für die Betroffenen offline. Erst am Montagvormittag soll der reguläre Betrieb wieder anlaufen. Währenddessen gelten Einschränkungen: Bargeld am Automaten gibt es nur bis zu einem Limit von 400 Euro pro Tag.
Umstellung bei Konten und Karten
Neben der Software-Umstellung tauscht die Bank massiv Daten aus. Alle betroffenen Kunden erhalten neue IBANs, wobei die bisherigen Nummern nur noch übergangsweise funktionieren. Hinzu kommt der Austausch der Debitkarten, der bis Anfang Juni abgeschlossen sein soll. Kartenzahlungen im Handel bleiben laut Institut jedoch weiterhin möglich.
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Die Konsolidierung der IT folgt einem klaren Effizienzziel. Branchenexperten sehen im digitalen Kundenmanagement enorme Umsatzpotenziale für europäische Retailbanken. Die Börse reagierte am Freitag verhalten: Die Aktie verlor 1,41 Prozent und schloss bei 97,90 Euro.
Strategischer Fokus auf Digitalisierung
Damit notiert das Papier seit Jahresbeginn fast sechs Prozent im Minus. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 111 Euro beträgt aktuell knapp zwölf Prozent. Parallel dazu unterstreicht der Umbau den Druck auf die Branche, Prozesse konsequent zu optimieren.
Am Montagmorgen zeigt sich, ob die Migration reibungslos verlief. Dann muss das System „George“ beweisen, dass es die zusätzlichen Nutzer stabil verarbeiten kann.
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