Das erste Quartal 2026 läuft für Ericsson alles andere als rund. Steigende Halbleiterkosten — angeheizt durch die globale KI-Nachfrage — und hohe Restrukturierungsaufwendungen haben den Gewinn regelrecht einbrechen lassen. Gleichzeitig sendet das Unternehmen mit einem milliardenschweren Aktienrückkauf ein klares Signal an die Anleger.
Wenn KI zum Kostentreiber wird
CEO Börje Ekholm brachte es auf den Punkt: Der Konzern kämpft mit deutlich gestiegenen Einkaufspreisen für Halbleiter — ein direkter Nebeneffekt des weltweiten KI-Booms, der die Chipnachfrage in die Höhe treibt. Das schlägt sich schmerzhaft in den Zahlen nieder.
Der bereinigte operative Gewinn (EBITA) sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20 Prozent auf 5,6 Milliarden Kronen. Die entsprechende Marge fiel von 12,6 auf 11,3 Prozent. Auf berichteter Basis ist der Einbruch noch drastischer: Das Nettoergebnis kollabierte um 79 Prozent auf lediglich 887 Millionen Kronen — maßgeblich weil Restrukturierungskosten für den Stellenabbau in Schweden von 281 Millionen auf 3,8 Milliarden Kronen hochschossen.
Der Umsatz lag mit 49,3 Milliarden Kronen rund acht Prozent unter den durchschnittlichen Analystenerwartungen von 50,7 Milliarden Kronen. Hauptbelastung war ein Währungsgegenwind von 7,8 Milliarden Kronen. Bereinigt davon legte der organische Umsatz immerhin um 6 Prozent zu — mit einem Plus von 7 Prozent im Kerngeschäft Networks und 4 Prozent in Cloud Software and Services.
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Rückkauf als Gegenpol
Trotz des schwachen Quartals zeigt sich die Bilanz an einer Stelle robust: Der freie Cashflow vor Akquisitionen mehr als verdoppelte sich auf 5,9 Milliarden Kronen, gestützt durch jährliche Lizenzeinnahmen aus Patentrechten. Der Nettocashbestand wuchs auf 68,1 Milliarden Kronen.
Diesen Spielraum nutzt der Vorstand offensiv. Seit dem 23. April läuft ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 15 Milliarden Kronen, das bis Ende März 2027 fortgeführt werden soll. Die zurückgekauften Anteile sollen — soweit sie nicht für Mitarbeiterprogramme genutzt werden — eingezogen werden, was die Aktionärsbasis entsprechend verkleinert.
Für das laufende Jahr erwartet Ericsson, dass der globale Markt für Mobilfunk-Netzausrüstung insgesamt stabil bleibt. Das nordamerikanische Geschäft bleibt dabei ein zweischneidiges Schwert: Einerseits belastet die Nachwirkung vorgezogener Netzinvestitionen aus dem Vorjahr, andererseits läuft der 14-Milliarden-Dollar-Vertrag mit AT&T aus dem Jahr 2023 als verlässlicher Anker im Hintergrund. Wie schnell sich die Halbleiterkosten normalisieren, dürfte darüber entscheiden, ob sich die Marge in den kommenden Quartalen erholt.
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