Der Wohnimmobilien-Riese Equity Residential hat gestern seine Zahlen für das vierte Quartal vorgelegt – und die fallen durchwachsen aus. Während der Nettogewinn um knapp 9 Prozent zurückging, konnte das Unternehmen im Gesamtjahr 2025 zulegen. Doch die Prognose für 2026 dämpft die Euphorie.
Gewinnrückgang im Schlussquartal
Im vierten Quartal 2025 sackte der Nettogewinn auf 381,7 Millionen Dollar ab, verglichen mit 418,8 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Je Aktie bedeutete das einen Rückgang von 1,10 auf 1,00 Dollar. Die Umsätze kletterten zwar um 2 Prozent auf 781,9 Millionen Dollar, verfehlten damit aber die Analystenschätzungen von 785,7 Millionen Dollar leicht. Beim Gewinn je Aktie schlug Equity Residential die Erwartungen allerdings deutlich – Analysten hatten nur mit 0,38 Dollar gerechnet.
Die operativen Kennzahlen zeigen ein gemischtes Bild: Die Funds From Operations (FFO), eine im Immobiliensektor wichtige Kennzahl, stagnierten im Quartal bei 376 Millionen Dollar beziehungsweise 0,97 Dollar je Aktie. Die normalisierte FFO legte immerhin um 3 Prozent auf 399 Millionen Dollar zu.
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Solides Gesamtjahr, verhaltener Ausblick
Über das gesamte Jahr 2025 betrachtet lief es besser: Der Nettogewinn stieg von 1,03 Milliarden auf 1,11 Milliarden Dollar, die FFO kletterten auf 1,53 Milliarden Dollar. Die Same-Store-Erlöse – also die Einnahmen aus bereits bestehenden Immobilien – wuchsen um 2,6 Prozent, während das Nettobetriebsergebnis (NOI) um 2,2 Prozent zulegte. Positiv: Die Mieterbindung erreichte Rekordniveau.
Für 2026 rechnet das Management allerdings mit einer Verlangsamung. Die Same-Store-Erlöse sollen nur noch um 1,2 bis 3,2 Prozent steigen, beim NOI werden lediglich 0,5 bis 2,5 Prozent Wachstum erwartet. Die Gewinnprognose liegt bei 1,44 bis 1,56 Dollar je Aktie, die normalisierte FFO bei 4,02 bis 4,14 Dollar – ein niedriges einstelliges Wachstum, das die gedämpften Erwartungen unterstreicht.
Die Aktie schloss am Donnerstag bei 61,77 Dollar und verlor dabei 2,08 Prozent. Auf Jahressicht steht ein Minus von über 14 Prozent zu Buche – ein Hinweis darauf, dass Anleger bereits mit der Wachstumsverlangsamung im Wohnimmobiliensektor rechnen.
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