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Symbolbild, KI-generiert

Equinor Aktie: Wisting-Vorschlag am 25. Juni

Equinor kauft eigene Aktien zurück, reduziert Windkraft-Aktivitäten und treibt die Öl-Entwicklung Wisting voran. Die Aktie verliert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Fortsetzung des Aktienrückkaufprogramms
  • Rückzug aus Offshore-Wind in Japan
  • Vorantreiben der Wisting-Ölentdeckung
  • Aktienkurs unter Druck gefallen

Equinor kauft eigene Aktien, baut erneuerbare Projekte ab und treibt die größte Öl-Entdeckung Norwegens voran. Ein bemerkenswerter Spagat.

Der norwegische Energiekonzern setzt seine Kapitalrückführung fort. Zwischen dem 15. und 19. Juni erwarb Equinor 369.300 eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 319,62 NOK. Das zweite Rückkaufprogramm des Jahres lief am 19. Mai an und endet am 20. Juli. Bislang hat Equinor rund 1,84 Millionen Anteilsscheine eingesammelt.

Rückzug aus der Windkraft

Parallel dazu justiert der Konzern seine Strategie nach. Anfang Juni senkte Equinor seine Ziele für erneuerbare Energien bis 2030. Die Folge: Der Konzern beendet seine Offshore-Windaktivitäten in Japan und schließt das Tokioter Büro bis Ende 2026. Begründung: eine Neubewertung der Investitionsprioritäten. Integrierte Stromprojekte stehen jetzt über dem reinen Ausbau der Erneuerbaren.

Andere Märkte hatte Equinor bereits zuvor verlassen. Immer mit dem Verweis auf gestiegene Projektkosten und gesunkene Renditen.

Wisting rückt näher

Gleichzeitig setzt Equinor auf das Ölgeschäft. Am 25. Juni reichte der Konzern gemeinsam mit seinen Partnern den Vorschlag für eine Umweltverträglichkeitsprüfung der Wisting-Entwicklung in der Barentssee ein. Das Ziel: eine finale Investitionsentscheidung bis Ende 2027.

Wisting gilt als Norwegens größte unerschlossene Ölentdeckung. Die förderbaren Ressourcen werden auf fast 500 Millionen Barrel Öläquivalent geschätzt. Geplant ist eine schwimmende Förder-, Lager- und Verladeplattform (FPSO). Die Stromversorgung soll über ein energieeffizientes Gasturbinensystem laufen – eine Anbindung ans Festland wurde wegen technischer Komplexität und hoher Kosten verworfen.

Aktie unter Druck

Die Börse quittiert den Kurswechsel mit Skepsis. Die Equinor-Aktie schloss am Freitag bei 27,24 Euro – ein Minus von gut zwei Prozent. Auf Wochensicht beträgt der Verlust rund 5,6 Prozent, seit Monatsbeginn sogar über 13 Prozent. Der RSI von 31,3 signalisiert bereits eine leichte Überverkaufssituation.

Auf Jahressicht steht dagegen noch ein Plus von gut 30 Prozent. Das Rekordhoch von 37,74 Euro vom März liegt allerdings knapp 28 Prozent entfernt. Der 50-Tage-Durchschnitt markiert bei 31,72 Euro die nächste technische Hürde.

Equinor konzentriert sich auf das Kerngeschäft, verteilt Geld an Aktionäre und drückt gleichzeitig aufs Tempo bei Wisting. Das dürfte der Aktie kurzfristig wenig Rückenwind geben. Langfristig aber setzt der Konzern auf eine Wette: auf den Ölpreis und die geopolitische Kontrolle über Europas letzte große Reserve.

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