Equinor meldet zum Ende der Woche gegensätzliche Ergebnisse seiner Explorationsaktivitäten auf dem norwegischen Festlandsockel. Während ein neuer Fund in der Nordsee die Reserven stärkt, enttäuscht eine Bohrung in der Barentssee als trocken. Parallel dazu treibt der Energiekonzern seine milliardenschweren Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen voran.
- Granat-Fund: 1,3 bis 3,8 Millionen Barrel Öläquivalent in der Nordsee.
- Vikingskipet-Rückschlag: Bohrung in der Barentssee ohne wirtschaftlich gewinnbare Vorkommen.
- Dividende: Quartalsausschüttung von 0,37 USD je Aktie.
- Aktienrückkauf: Über 500.000 Aktien in der vergangenen Woche erworben.
Fund in der Nordsee
Anfang der Woche bestätigten Berichte einen Öl- und Gasfund im „Granat“-Prospekt, etwa 190 Kilometer nordwestlich von Bergen. Das norwegische Offshoredirektorat schätzt das gewinnbare Volumen auf 0,2 bis 0,6 Millionen Standardkubikmeter Öläquivalent. Dies entspricht etwa 1,3 bis 3,8 Millionen Barrel.
Equinor hält als Betreiber 51 % der Anteile an der Lizenz 277, zusammen mit Petoro (30 %) und OMV Norge (19 %). Die Partner prüfen nun, ob der Fund an die bestehende Infrastruktur im Gullfaks-Gebiet angebunden werden kann. Eine zweite Bohrung in der angrenzenden Lizenz blieb hingegen erfolglos und wurde als trocken eingestuft.
Enttäuschung in der Barentssee
Dem Erfolg in der Nordsee folgte gestern ein Rückschlag in der Barentssee. Die Explorationsbohrung im „Vikingskipet“-Prospekt, rund 190 Kilometer westlich von Hammerfest, erwies sich als trocken. Es war der erste Bohrversuch in der erst Anfang 2024 erteilten Lizenz 1236.
Die Arbeiten wurden mit der Plattform COSLProspector in einer Wassertiefe von 310 Metern durchgeführt. Equinor hält hier 50 % der Anteile, Partner sind Vår Energi (30 %) und Petoro (20 %). Die Bohrung wird nun dauerhaft versiegelt. Reichen diese vergleichsweise kleinen Funde aus, um den natürlichen Förderrückgang in reifen Feldern langfristig auszugleichen?
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Fokus auf Kapitalrückführungen
Trotz der gemischten operativen Nachrichten setzt das Unternehmen sein Kapitalverteilungsprogramm für 2026 konsequent fort. Am Dienstag wurden die Aktien an der New Yorker Börse (NYSE) ex-Dividende gehandelt. Die Ausschüttung für das dritte Quartal 2025 beträgt 0,37 USD pro Anteilsschein.
Gleichzeitig schreitet der Rückkauf eigener Aktien voran. In der Woche vom 9. bis 13. Februar erwarb Equinor 505.500 eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 266,78 NOK. Diese erste Tranche des Rückkaufprogramms hat ein Gesamtvolumen von bis zu 375 Millionen USD und läuft spätestens am 30. März aus.
Zusätzlich startete am Freitag ein separates Rückkaufprogramm für Mitarbeiterbeteiligungen. Dieses sieht Käufe im Wert von bis zu 1,971 Milliarden NOK bis Januar 2027 vor. Aktuell hält das Unternehmen rund 2,39 % seines gesamten Aktienkapitals als eigene Anteile.
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