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Equinor Aktie: 5,21 Prozent Minus auf 27,81 Euro

Equinor fokussiert sich trotz Ölpreisverfall wieder auf Öl und Gas und kündigt milliardenschwere Aktienrückkäufe an.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursverlust von zwölf Prozent binnen einer Woche
  • Rückzug aus Offshore-Wind-Expansion
  • Förderziel von 2,3 Millionen Barrel täglich bis 2030
  • Aktienrückkäufe auf drei Milliarden Dollar verdoppelt

Binnen einer Woche hat Equinor zwölf Prozent an Wert verloren. Am Donnerstag setzte sich der Abwärtstrend mit einem Minus von 5,21 Prozent fort — der Kurs fiel auf 27,81 Euro. Der Auslöser: eine Kehrtwende in der globalen Ölpolitik, die alle positiven Signale aus dem Unternehmen überlagert.

Ein Abkommen zwischen den USA und Iran nährt die Hoffnung auf eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Analysten warnen vor einem steigenden Ölangebot. Die Folge: Die Energietitel geraten weltweit unter Druck — mitten hinein in Equinors strategischen Neuanfang.

Rückzug aus der Offshore-Wind-Offensive

Erst am 18. Juni hatte der norwegische Ölkonzern seine langfristige Strategie vorgestellt. Der Kern: Equinor fokussiert sich wieder auf Öl und Gas. Das schnelle Wachstum im Offshore-Windgeschäft wird zurückgefahren. Stattdessen will das Unternehmen bis 2030 die tägliche Förderung auf 2,3 Millionen Barrel Öläquivalent steigern — ein Plus von 150.000 Barrel.

Die Investitionen liegen zwischen 11 und 13 Milliarden Dollar pro Jahr. 60 Prozent fließen in den norwegischen Festlandsockel, 30 Prozent in internationale Projekte. Nur zehn Prozent bleiben für die Stromerzeugung. Gleichzeitig peilt Equinor eine Verdopplung auf über 20 Terawattstunden Stromproduktion an — ein Widerspruch, den der Markt erst einmal einordnen muss.

Milliardenschwere Rückkäufe als Vertrauenssignal

Trotz des Kursrutsches hält Equinor an großzügigen Aktionärsprogrammen fest. Das Aktienrückkaufprogramm wird 2026 auf drei Milliarden Dollar verdoppelt. Von 2027 an sollen jährlich zwei bis vier Milliarden Dollar fließen — vorausgesetzt, der Ölpreis bleibt zwischen 60 und 80 Dollar pro Fass. Die Dividende soll jährlich um mehr als fünf Prozent steigen.

Parallel dazu treibt Equinor das Ringvei-Vest-Projekt voran. Sieben Entdeckungen und eine Lagerstätte sollen an die bestehende Troll-B-Plattform angeschlossen werden. Geschätzte Reserven: 240 Millionen Barrel Öläquivalent. Eine endgültige Investitionsentscheidung fällt noch 2026.

Die Aktie notiert 26 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 37,74 Euro. Der RSI liegt bei 31,7 Punkten — ein Wert nahe der überverkauften Zone. Das spricht für eine technische Gegenbewegung. Ob die neue Strategie trägt, entscheidet sich am Ölpreis.

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Diskussion zu Equinor

Dr. Robert Sasse

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom und Unternehmer mit umfassender Expertise in Finanzmärkten und Wirtschaftstheorie. Seine akademische Ausbildung verbindet er mit praktischer Unternehmenserfahrung, um fundierte Analysen zu langfristigen Anlagestrategien zu liefern.

Als Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung fokussiert sich Dr. Sasse auf die Vermittlung von Strategien für nachhaltigen Vermögensaufbau durch Aktieninvestments. Seine wissenschaftlich fundierten Beiträge auf stock-world.de richten sich an Anleger, die eigenverantwortliche, informierte Entscheidungen für ihre finanzielle Zukunft treffen möchten.

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