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Equinor Aktie: 3 Milliarden Dollar Rückkauf verdoppelt

Equinor kappt seine Erneuerbaren-Ziele und setzt verstärkt auf fossile Energien. Das Aktienrückkaufprogramm wird für 2026 auf drei Milliarden Dollar verdoppelt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Verdopplung des Aktienrückkaufprogramms 2026
  • Streichung der Wind-und-Solar-Ausbauziele
  • Fokus auf Öl- und Gasproduktion
  • Kumulierter Free Cashflow über 40 Milliarden Dollar

Der norwegische Energiekonzern Equinor zieht eine klare Grenze. Auf dem Kapitalmarkttag in New York diese Woche legte CEO Anders Opedal die neue Strategie vor: mehr Öl und Gas, weniger grüne Träume.

Das hat Folgen für die Aktionäre. Equinor verdoppelt das Aktienrückkaufprogramm für 2026 auf drei Milliarden Dollar. Ab 2027 sind jährlich zwei bis vier Milliarden Dollar vorgesehen. Die Dividende soll mindestens fünf Prozent pro Jahr wachsen.

Ein echter Paradigmenwechsel. Equinor streicht das bisherige Wind-und-Solar-Ziel von zehn bis zwölf Gigawatt installierter Kapazität bis 2030 komplett. Opedal sagte, das Unternehmen habe dieses Ziel faktisch seit Jahren nicht mehr aktiv verfolgt. Der Grund: fehlende profitable Projekte im aktuellen Kostenumfeld.

Der neue Fokus: Fossile Energien

Statt grüner Massenproduktion setzt Equinor auf eine breitere Definition von Stromerzeugung – inklusive Gaskraftwerke. Rund zehn Prozent der Investitionen von elf bis 13 Milliarden Dollar pro Jahr fließen ab 2028 in den Stromsektor. Ziel: über 20 Terawattstunden bis 2030.

Das Produktionsziel für 2030 liegt bei 2,3 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag – ein Plus von 150.000 Barrel. Der norwegische Festlandsockel bleibt das Rückgrat: 1,35 Millionen Barrel pro Tag. Die internationale Produktion soll um 30 Prozent auf 950.000 Barrel steigen.

Die Johan-Sverdrup-Entwicklung liefert den nächsten Schub. Phase 4 als Unterwasserprojekt ist bestätigt. Bohrungen bei den Feldern Tonjer und Geitungen haben zusätzliche Reserven von 20 bis 30 Millionen Barrel Öläquivalent bestätigt. Produktionsstart: 2029.

Equinor rechnet für 2026 bis 2030 mit einem kumulierten freien Cashflow von über 40 Milliarden Dollar. Die Aktie notiert bei 29,29 Euro. Das sind 40 Prozent plus seit Jahresbeginn – aber auch 22 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 37,74 Euro. Der RSI von 36,7 deutet auf eine angeschlagene Stimmung hin. Der Markt wägt ab: liefern die höheren Rückflüsse, oder wiegt der Greenbacklash schwerer? Am 10. Dezember folgen die Quartalszahlen. Bis dahin zählt nur, ob die Bohrer laufen.

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Diskussion zu Equinor

Dr. Robert Sasse

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom und Unternehmer mit umfassender Expertise in Finanzmärkten und Wirtschaftstheorie. Seine akademische Ausbildung verbindet er mit praktischer Unternehmenserfahrung, um fundierte Analysen zu langfristigen Anlagestrategien zu liefern.

Als Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung fokussiert sich Dr. Sasse auf die Vermittlung von Strategien für nachhaltigen Vermögensaufbau durch Aktieninvestments. Seine wissenschaftlich fundierten Beiträge auf stock-world.de richten sich an Anleger, die eigenverantwortliche, informierte Entscheidungen für ihre finanzielle Zukunft treffen möchten.

Dr. Sasse spezialisiert sich auf die verständliche Aufbereitung komplexer ökonomischer Zusammenhänge und die praktische Anwendung von Investmentstrategien für die Altersvorsorge. Sein Ansatz kombiniert theoretisches Wissen mit klarem Praxisbezug, um Lesern Orientierung in einem dynamischen Marktumfeld zu bieten.

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