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EPH Group Aktie: Bilanz mit Warnsignal vom Prüfer

EPH bietet bis zu 50 Millionen Euro Anleihevolumen; negatives Eigenkapital und ein Prüfhinweis zur Fortführung prägen die Risikolage.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Anleihe mit sieben Jahren Laufzeit
  • Bis zu 50 Millionen Euro Volumen
  • Baugenehmigung für Tegernsee-Hotel erteilt
  • Kaufvertrag steht noch aus

Die am Donnerstag veröffentlichten Eckdaten der EPH-Anleihe stellen Anleger vor eine Abwägung: Dem festen Jahreszins von 10 Prozent stehen erhebliche Bilanzrisiken gegenüber. Medienberichten zufolge weist der Jahresabschluss 2025 negatives Eigenkapital und einen Hinweis des Abschlussprüfers auf eine Fortführungsunsicherheit aus. Die Finanzierung der Hotelprojekte bleibt damit das zentrale Thema für EPH Group.

Zinskonditionen und wirtschaftliche Risiken

Die besicherte, nicht nachrangige Anleihe soll ein Volumen von bis zu 50 Millionen Euro erreichen. Vorgesehen sind sieben Jahre Laufzeit und monatliche Zinszahlungen. Die am Donnerstag veröffentlichten Konditionen bestätigen damit die zuvor vom Unternehmen angekündigte Ausgestaltung.

Besicherung und Zahlungsrhythmus sind allerdings getrennt von der wirtschaftlichen Lage des Emittenten zu beurteilen. Monatliche Ausschüttungen ändern nichts daran, dass EPH die Zinsverpflichtungen über die Laufzeit erfüllen muss. Für die Einordnung des Angebots sind deshalb auch die Hinweise zur Bilanz und zur Unternehmensfortführung wesentlich.

Ein am Mittwoch veröffentlichter Fachbeitrag stellte die Neuemission den dort berichteten niedrigen Notierungen älterer EPH-Anleihen gegenüber. Zusammen mit dem negativen Eigenkapital ergibt sich daraus ein deutlich vorsichtigeres Bild als aus den Zinskonditionen allein. Der Hinweis auf die Fortführungsunsicherheit ist dabei ein Risikosignal, keine Feststellung einer bereits eingetretenen Zahlungsunfähigkeit.

Tegernsee-Projekt erreicht wichtigen Meilenstein

Auf der Projektseite meldete EPH am Dienstag einen Fortschritt: Für das geplante Boutiquehotel am Tegernsee wurde die Baugenehmigung erteilt. Nach Unternehmensangaben soll der finale Kaufvertrag kurzfristig abgeschlossen werden. Auch Mittel aus der neuen Anleihe sind zur Finanzierung vorgesehen.

Die Genehmigung bringt das Vorhaben voran. Der angekündigte Vertragsabschluss bleibt jedoch ein weiterer Schritt und ist nicht mit einem bereits vollzogenen Kauf gleichzusetzen. Für Anleger verbindet sich der Projektfortschritt damit unmittelbar mit der geplanten Kapitalbeschaffung.

Die Anleiheerlöse sollen nicht ausschließlich dem Tegernsee-Vorhaben dienen. EPH will damit Hotel- und Resortprojekte in Österreich, Deutschland und weiteren europäischen Destinationen finanzieren.

Finanzierungstermine rücken in den Fokus

Die stückzinsfreie Zeichnungsfrist soll am 25. November um 12:00 Uhr enden. Als Valutatag ist der 1. Dezember vorgesehen. Für diesen Tag ist auch die Einbeziehung in den Vienna MTF der Wiener Börse geplant.

Parallel läuft die verlängerte Zeichnungsfrist der Aktienkapitalerhöhung bis zum 30. November. Damit stehen neben dem Projektfortschritt mehrere Finanzierungsschritte im Mittelpunkt. Die Baugenehmigung stärkt die Grundlage des Tegernsee-Vorhabens; die berichteten Bilanzrisiken werden dadurch jedoch nicht aufgehoben.

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