Nach der massiven Attacke von Shortseller Grizzly Research holt der australische Rüstungskonzern zum Gegenschlag aus. Während der Aktienkurs gegenüber den Höchstständen im Januar fast die Hälfte seines Wertes eingebüßt hat, legt das Management nun detaillierte Zahlen vor, um die Vorwürfe zu entkräften. Kann die detaillierte Stellungnahme das beschädigte Vertrauen der Anleger wiederherstellen?
Klarstellung zum Auftragsbestand
Im Zentrum der Kritik stand ein bedingter Vertrag über 80 Millionen US-Dollar (ca. 120 Millionen AUD) mit einem südkoreanischen Partner namens Goldrone. Grizzly Research hatte die finanzielle Tragfähigkeit dieses Partners und damit die Validität des Auftrags angezweifelt. Electro Optic Systems (EOS) stellte gestern klar, dass dieser spezifische Vertrag nicht Teil des ausgewiesenen, unbedingten Auftragsbestands ist.
Das Unternehmen betonte, dass der bestätigte Auftragsbestand zum 31. Dezember 2025 bei 459 Millionen AUD lag, was einer deutlichen Steigerung gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieses Polster setzt sich primär aus Abkommen mit NATO-Mitgliedern und westlichen Streitkräften zusammen. Dazu gehören ein Hochleistungslaser-Auftrag für die Niederlande sowie mehrere Bestellungen für das Anti-Drohnen-System „Slinger“.
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Finanzielle Situation und Analystenecho
Um Sorgen bezüglich der Liquidität zu zerstreuen, legte EOS die aktuellen Kassenbestände offen. Ende Januar 2026 verfügte der Konzern über rund 128 Millionen AUD an Barmitteln und Zugriff auf eine Kreditlinie von 100 Millionen AUD. Maßgeblich für diese Position war der Verkauf von EM Solutions im Januar 2025, der 158 Millionen AUD einbrachte. Das Management erklärte, die Wachstumsstrategie sei auch ohne den umstrittenen Korea-Vertrag vollständig finanziert.
Marktbeobachter reagierten vorsichtig optimistisch auf die 15-seitige Gegendarstellung. Das Brokerhaus Ord Minnett bestätigte heute sein „Speculative Buy“-Rating mit einem Kursziel von 12.72 AUD. Die Analysten bewerteten die Transparenz bezüglich des Auftragsbuchs positiv, merkten jedoch an, dass der Reputationsschaden Zeit zur Heilung benötigt. Die Aktie notiert aktuell bei rund 6,74 AUD und hat sich nach Wiederaufnahme des Handels stabilisiert, bleibt aber weit vom Januar-Hoch bei 11,20 AUD entfernt.
Das Unternehmen prüft derzeit rechtliche Schritte gegen Grizzly Research in Australien und Deutschland. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird nun sein, ob EOS den bestätigten Auftragsbestand von 459 Millionen AUD reibungslos abarbeiten und damit den operativen Turnaround beweisen kann.
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