Der italienische Energiekonzern Eni hat am Donnerstag seine Zahlen für 2025 vorgelegt – und die zeigen ein zwiespältiges Bild. Trotz deutlich gestiegener Produktion durch neue Großprojekte in Angola und Norwegen musste das Unternehmen einen Gewinnrückgang hinnehmen. Der Schuldige? Schwache Ölpreise, die Ende 2025 auf die Margen drückten.
Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern sackte um 15 Prozent auf 12,2 Milliarden Euro ab. Der Nettogewinn für Aktionäre fiel mit 2,6 Milliarden Euro nur leicht niedriger aus – dank höherer Finanzbeteiligungen und geringerer Steuerlast. Die Aktie reagierte positiv und kletterte in Mailand zeitweise um 1,6 Prozent auf 19,19 Euro.
Schlussquartal übertrifft Erwartungen
Besonders das vierte Quartal fiel besser aus als befürchtet. Die Kohlenwasserstoff-Produktion legte um 7 Prozent auf 1.839 Kilobarrel Öläquivalent pro Tag zu. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern stieg um 4 Prozent auf 2,01 Milliarden Euro. Der Umsatz ging allerdings um 12 Prozent auf 20,62 Milliarden Euro zurück – die Ölpreise waren im vierten Quartal um 15 Prozent eingebrochen.
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Die gesamte Branche kämpfte Ende 2025 mit dem weltweiten Überangebot an Rohöl. Mehrere europäische Öl- und Gaskonzerne legten in der laufenden Berichtssaison enttäuschende Zahlen vor.
Ölpreis erholt sich, Iran-Konflikt schürt Hoffnung
Seit Jahresbeginn hat sich das Bild gedreht. Die Befürchtung einer Eskalation zwischen den USA und dem Iran hat die Sorge vor einer Überversorgung verdrängt. Der Ölpreis legte seit dem Jahreswechsel um rund 17 Prozent zu – ein Umstand, der Eni in die Karten spielen dürfte.
Am 19. März will der Konzern auf einem Kapitalmarkttag seine Strategie für die kommenden Jahre präsentieren. Dann werden auch die finanziellen und operativen Erwartungen für 2026 offengelegt. Anleger dürfen gespannt sein, wie Eni die höhere Produktionskapazität in einem potenziell stabileren Preisumfeld nutzen will.
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